unerbittlich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-er-bitt-lich
formal verwandt mit erbitten
Wortbildung  mit ›unerbittlich‹ als Erstglied: ↗Unerbittlichkeit
eWDG

Bedeutung

ohne nachzugeben bei seinen Absichten bleibend, durch Bitten anderer sich nicht erweichen lassend
Beispiele:
ein unerbittlicher Richter, Kritiker, Feind
gegen jmdn., in einer bestimmten Angelegenheit unerbittlich sein
unerbittlich bleiben, durchgreifen
etw. unerbittlich fordern
Die Tante aber, unerbittlich, erschlug sie [die Maus] [ RennKindheit60]
gehoben, bildlich
Beispiele:
die unerbittliche Gewalt, Macht des Todes
das unerbittliche (= strenge) Gesetz
die unerbittliche (= unbedingte) Pflicht haben, etw. zu tun
ein unerbittlicher (= äußerst heftiger) (Wett‑)‍Kampf
jmdn. mit unerbittlichem Hass verfolgen
das unerbittliche Schicksal [ G. KellerKleider machen Leute6,314]
Ich fühle meine Krankheit unerbittlich (= gnadenlos) fortschreiten [ RinserMitte346]

Thesaurus

Synonymgruppe
erbarmungslos · ↗gnadenlos · ↗kaltblütig · ↗kaltlächelnd · ↗mitleidlos · ohne Gnade und Barmherzigkeit · ↗schonungslos · ↗skrupellos · soziopathisch · ↗unbarmherzig · unerbittlich · ↗ungerührt  ●  ↗inquisitorisch  geh., fig. · ohne mit der Wimper zu zucken  ugs., fig.
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
brutal · ↗drakonisch · ↗gnadenlos · mit schonungsloser Härte · mit unerbittlichem Durchsetzungswillen · mit voller Härte · mit wütender Entschlossenheit · mit äußerster Brutalität · ohne Gnade und Barmherzigkeit · ↗ohne Rücksicht auf Verluste · ↗unbarmherzig · unerbittlich · ↗unnachgiebig  ●  ↗mit eiserner Faust  fig. · ↗mit harter Hand  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unerbittlich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unerbittlich‹.

Verwendungsbeispiele für ›unerbittlich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er ist clever, sogar freundlich, treibt sein Gegenüber aber unerbittlich in die Enge.
Der Tagesspiegel, 13.02.2005
Was immer auch geschieht, sie bewahren ihren unerbittlich monologischen Charakter.
Die Zeit, 25.10.1968, Nr. 43
Sie sah in alle Winkel, unerbittlich, viel deutlicher als er.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 651
Damit wandelt sich aber unerbittlich der innere Charakter der Struktur.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 688
Sie wollte sie zerstören, hart, unerbittlich, wollte um sich schlagen.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 984
Zitationshilfe
„unerbittlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unerbittlich>, abgerufen am 23.01.2021.

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