unergiebig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-er-gie-big (computergeneriert)
Wortbildung mit ›unergiebig‹ als Erstglied: ↗Unergiebigkeit
eWDG, 1976

Bedeutung

nicht ergiebig
a)
wenig Nutzen bringend
Beispiele:
eine unergiebige Arbeit
ein unergiebiges Thema
die herangezogenen Quellen erwiesen sich für die Forschung als unergiebig
b)
wenig Ertrag bringend
Beispiele:
ein unergiebiger (= unfruchtbarer) Boden, Acker
Gruben, die vor zweitausend Jahren als unergiebig verlassen worden sind [St. ZweigBalzac373]

Thesaurus

Synonymgruppe
ergebnislos · ↗fruchtlos · ohne Erfolg · ohne Ergebnis · unergiebig · ↗unproduktiv · unverrichteter Dinge  ●  kommt nichts (da)bei heraus  ugs.
Assoziationen
  • ineffizient
  • (von vornherein) zum Scheitern verurteilt · ↗Makulatur · hoffnungsloses Unterfangen · ↗illusorisch · keine Option · keinen Sinn haben · keinen Sinn machen · keinen Sinn und Zweck haben · keinen Zweck haben · nicht realisierbar · nichts zu machen sein · ohne Aussicht auf Erfolg · ohne Sinn und Zweck · ↗sinnlos · ↗unsinnig · ↗vergeblich · zu nichts führen · ↗zwecklos  ●  (ein) tot geborenes Kind  fig. · (ein) totgeborenes Kind  fig. · ↗aussichtslos  Hauptform · (das) kannst du vergessen  ugs. · (gut) für die Tonne  ugs. · bringt nichts  ugs. · führt zu nichts  ugs. · für den Arsch  vulg. · für die Katz  ugs. · hat keinen Wert  ugs., ruhrdt. · ↗umsonst  ugs. · ↗witzlos  ugs. · zu nichts gut sein  ugs.
  • erfolglos · ohne Erfolg · ↗umsonst · ↗vergebens  ●  ↗fruchtlos (Anwaltsdeutsch)  Jargon · ↗vergeblich  Hauptform · (an/bei jemandem/etwas ist) Hopfen und Malz verloren  ugs. · außer Spesen nichts gewesen  ugs., Spruch · da kommt nix bei rum  ugs., salopp · dabei kommt nichts (he)rum  ugs. · ↗frustran (medizinisch)  fachspr. · für die Katz  ugs. · für die Tonne  ugs. · für nichts und wieder nichts  ugs. · kannst du knicken  ugs. · kannst du vergessen  ugs. · vergebene Liebesmüh  ugs. · vergebliche Liebesmüh  ugs.
  • (reine) Zeitverschwendung · ↗Trödelei · ↗Tändelei · ↗Zeitvergeudung · vertane Zeit  ●  ↗Leerlauf  fig. · ↗Luftnummer  ugs.
Antonyme
  • ergiebig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Debatte Diskussion Kapitalmarkt ebenso eher erweisen höchst langweilig langwierig meist uninteressant ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unergiebig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Deshalb ist es ja mit ihnen auch oft so unergiebig.
Die Welt, 09.07.2005
Das haben wir jahrelang versucht, es war absolut unergiebig und unerquicklich.
Der Spiegel, 05.12.1983
So treiben viele Unterhaltungen nur an der unergiebigen Oberfläche hin und her.
Die Zeit, 08.06.1979, Nr. 24
Daher sind die traditionellen Kategorien großenteils unergiebig geworden, selbst der Begriff Klasse.
Freyer, Hans: Gesellschaft und Kultur. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 24901
Das Verhältnis des Mannes zu seiner Arbeit ebenfalls nur auf Grund meiner Erfahrungen darzustellen, wäre unergiebig geworden.
Pilgrim, Volker Elis: Manifest für den freien Mann - Teil 1, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1983 [1977], S. 147
Zitationshilfe
„unergiebig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unergiebig>, abgerufen am 19.11.2019.

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