unergründlich
GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-er-gründ-lich (computergeneriert)
Wortbildung mit ›unergründlich‹ als Erstglied: ↗Unergründlichkeit
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
abgrundtief
Beispiele:
das unergründliche Meer
eine unergründliche Kluft, Schlucht
übertragen
Beispiel:
in das Nichts unergründlicher Erschöpfung ... einzusinken [C. Hauptm.Einhart1,306]
2.
nicht zu ergründen, unerklärlich
Beispiele:
es ist unergründlich, dass ...
es ist unergründlich, wie das geschehen konnte
ein unergründliches Geheimnis
geheimnisvoll, rätselhaft, undurchschaubar
Beispiele:
ein unergründlicher Mensch
ein unergründliches Gesicht, Lächeln
[die Sphinx] sah ihn an mit den großen, kalten, unergründlichen Augen [RaabeSchüdderumpIII 1,389]

Thesaurus

Synonymgruppe
nicht zu durchblicken · ↗undurchdringlich · ↗undurchschaubar
Assoziationen
Synonymgruppe
abgrundtief · ↗tief · ↗zutiefst
Synonymgruppe
Assoziationen
Synonymgruppe
dunkel · nicht zu entschlüsseln · schwer auszudeuten · schwer deutbar · ↗unverständlich · verdeckt · verdunkelt  ●  ↗hermetisch  geh. · ↗kryptisch  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
geheimnisumwittert · ↗geheimnisumwoben · ↗geheimnisvoll · ↗mysteriös · ↗nebulös · ↗rätselhaft · ↗sagenumwoben · ↗schleierhaft · ↗wundersam  ●  ↗arkan  geh. · ↗delphisch  geh. · ↗okkult  geh. · ↗orphisch  geh. · ↗sibyllenhaft  geh. · ↗sibyllinisch  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
abgründig · ↗entrückt · ↗geheimnisvoll · ↗unbegreiflich · unerforschbar · ↗unerforschlich · unerkundbar · ↗unzugänglich
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abgründe Archiv Blau Geheimnis Kosmos Launen Lächeln Meer Mysterium Phänomen Quellen Ratschluß Rätsel Schicksal Schlund Schweigen Seele Sumpf Tiefen Wege Weisheit Weiten Wesen dunkle eben geheimnisvoll letztlich lächelt manchmal tiefen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unergründlich‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Wege des Herrn sind unergründlich, heißt es in den Kirchen.
Der Tagesspiegel, 15.06.2003
Regen sich nicht in der unergründlichen Weite dieses Landes geheimnisvolle Kräfte, dem schärfsten Auge verborgen?
Völkischer Beobachter (Berliner Ausgabe), 03.03.1934
Der Bock kreischte von Zeit zu Zeit gellend und unergründlich, sonst lief er gut.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1937. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1937], S. 26
Sind sie nicht zärtlich hervorgelockt aus dem unergründlichen Farbkeller des Alls?
Harig, Ludwig: Ordnung ist das ganze Leben, München u. a.: Hanser 1987 [1986], S. 60
Aber ihre Entschlossenheit, nachdem sie sich von dem Schrecken erholt, erschien ihm unergründlich.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 142
Zitationshilfe
„unergründlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unergründlich>, abgerufen am 20.09.2017.

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