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unergründlich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-er-gründ-lich
Wortbildung  mit ›unergründlich‹ als Erstglied: Unergründlichkeit
eWDG

Bedeutungen

1.
abgrundtief
Beispiele:
das unergründliche Meer
eine unergründliche Kluft, Schlucht
übertragen
Beispiel:
in das Nichts unergründlicher Erschöpfung … einzusinken [ C. Hauptm.Einhart1,306]
2.
nicht zu ergründen, unerklärlich
Beispiele:
es ist unergründlich, dass …
es ist unergründlich, wie das geschehen konnte
ein unergründliches Geheimnis
geheimnisvoll, rätselhaft, undurchschaubar
Beispiele:
ein unergründlicher Mensch
ein unergründliches Gesicht, Lächeln
[die Sphinx] sah ihn an mit den großen, kalten, unergründlichen Augen [ RaabeSchüdderumpIII 1,389]

Thesaurus

Synonymgruppe
nicht zu durchblicken · undurchdringlich · undurchschaubar · unergründlich
Assoziationen
Synonymgruppe
abgrundtief · tief · unergründlich · zutiefst
Synonymgruppe
geheimnisvoll · rätselhaft · unbegreiflich · unerfindlich · unergründlich · unfassbar · unfasslich  ●  enigmatisch  geh. · änigmatisch  geh.
Synonymgruppe
dunkel · nicht zu entschlüsseln · schwer auszudeuten · schwer deutbar · unverständlich · verdeckt · verdunkelt  ●  hermetisch  geh. · kryptisch  geh. · unergründlich  geh.
Synonymgruppe
geheimnisumwittert · geheimnisumwoben · geheimnisvoll · mysteriös · nebulös · rätselhaft · sagenumwoben · schleierhaft · unergründlich · wundersam  ●  arkan  geh. · delphisch  geh. · okkult  geh. · orphisch  geh. · sibyllenhaft  geh. · sibyllinisch  geh.
Synonymgruppe
abgründig · entrückt · geheimnisvoll · unbegreiflich · unerforschbar · unerforschlich · unergründlich · unerkundbar · unzugänglich

Typische Verbindungen zu ›unergründlich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unergründlich‹.

Verwendungsbeispiele für ›unergründlich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Schicksal ist unergründlich, und vor allem ist es unveränderlich. [Die Zeit, 06.05.2008, Nr. 18]
Erstens sind die Wege des Herrn auch in Fragen des Marketings unergründlich. [Die Zeit, 13.11.2002, Nr. 46]
Verstohlen schaute ich den Meister an, und der nickte unergründlich. [Süddeutsche Zeitung, 16.10.2004]
Einerseits ist sie, analog zu ihrem unergründlichen "Besitzer", völlig unfassbar. [Süddeutsche Zeitung, 26.10.1999]
Der Bock kreischte von Zeit zu Zeit gellend und unergründlich, sonst lief er gut. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1937. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1937], S. 26]
Zitationshilfe
„unergründlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unergr%C3%BCndlich>.

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