unersättlich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-er-sätt-lich
formal verwandt mit satt
Wortbildung  mit ›unersättlich‹ als Erstglied: Unersättlichkeit
eWDG

Bedeutungen

1.
nicht zu sättigen, nimmersatt
Beispiele:
ein unersättlicher Vogel
sei nicht so unersättlich!
Hinter den weggerückten Tischen ... steckten die unersättlichen Rangen ihre Köpfe hervor [ MarchwitzaUnter uns113]
2.
übertragen nicht zu befriedigen, nie genug bekommen könnend
Beispiele:
ein unersättlicher Wissensdurst, Lerneifer
ein unersättliches Verlangen
seine Neugier, Habgier war (geradezu) unersättlich
jmd. ist unersättlich
[ein hübsches Gesicht mit] ruhelosen, unersättlichen Augen [ ZuckmayerTeufels GeneralI]

Thesaurus

Synonymgruppe
besitzgierig · geldgierig · gewinnsüchtig · gierig · habgierig · habsüchtig · materialistisch · profitsüchtig · raffgierig · raffsüchtig · unbescheiden · unersättlich · unverschämt  ●  (dem) Geld hinterherjagen  ugs., variabel · (dem) schnöden Mammon frönen  geh., variabel · den Hals nicht vollkriegen können  ugs., variabel · geldgeil  ugs. · konsumgeil  ugs. · konsumistisch  geh. · wie die Aasgeier  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
fressgierig · gefräßig · heißhungrig · unersättlich  ●  verfressen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unersättlich‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unersättlich‹.

Verwendungsbeispiele für ›unersättlich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer einmal beginnt, mit Kunst zu leben, wird manchmal unersättlich.
Der Tagesspiegel, 11.04.2004
Das tut denn der Dichter mit einem fast unersättlichen Temperament.
Gold, Alfred: Der Bund der Jugend. In: Die Neue Gesellschaft, 03.10.1907, S. 434
Er war unersättlich und voll Vertrauen in die Unerschöpflichkeit der Mutter.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 54
Ich würde ihn unersättlich immerzu anstarren und einer Erinnerung nachforschen.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 385
Und die Sonne rollte jeden Morgen schneller herauf und stürzte immer früher hinunter vor den unersättlichen Augen, ins Meer.
Bachmann, Ingeborg: Das dreißigste Jahr, München: R. Piper & Co. Verlag 1961, S. 23
Zitationshilfe
„unersättlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/uners%C3%A4ttlich>, abgerufen am 19.01.2022.

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