ungebeugt

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-ge-beugt (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
trotz großer Leiden, Rückschläge nicht entmutigt oder erschüttert, fest und aufrecht
Beispiel:
trotz aller Schikanen, Folterungen blieb er ungebeugt
2.
Sprachwissenschaft nicht flektiert
Beispiel:
die ungebeugte Form des Substantivs

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit ungebeugtem Mut und in ungebrochener Kraft ist er durch die bösen wie durch die guten Jahre geschritten.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 02.03.1905
Manches schmerzlichen Erlebnisses ungeachtet war ihre Gestalt vollständig ungebeugt und ihr Auge klar geblieben.
Mann, Thomas: Buddenbrooks, Frankfurt a. M.: Fischer 1989 [1901], S. 934
Der einzige überlebende Widerständige ist heute schwer herzkrank, doch sein Rücken ist ungebeugt.
Die Zeit, 26.01.1996, Nr. 5
Obwohl sie ihn nicht verstehen kann, starrt eine Frau entrückt auf die ungebeugte Gestalt im beigen Trenchcoat.
Süddeutsche Zeitung, 23.07.1994
Ausgemergelt, aber ungebeugt, kehrte er so schnell wie möglich nach Berlin zurück.
Die Welt, 28.11.2002
Zitationshilfe
„ungebeugt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ungebeugt>, abgerufen am 21.02.2019.

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