ungefällig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-ge-fäl-lig
Wortbildung  mit ›ungefällig‹ als Erstglied: Ungefälligkeit
eWDG

Bedeutung

abweisend und nicht dazu bereit, jmdm. eine Gefälligkeit zu erweisen
Beispiele:
ein ungefälliger Mensch
sein ungefälliges Benehmen, Verhalten fiel auf
jmdm. gegenüber ungefällig sein

Thesaurus

Synonymgruppe
kein Gentleman · nicht gentlemanlike · nicht kulant · uncharmant · ungalant · ungefällig · unliebenswürdig · unzuvorkommend · wenig entgegenkommend
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›ungefällig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Früh schon beginnt daher das Kind die eben noch so warme, so gefällige Nacht als vernunftfeindliche, als ungefällige Drohung zu sehen. [Die Zeit, 09.12.1988, Nr. 50]
Als fremdes, ungefälliges, vieldeutiges Irgendwann und Nirgendwo begann sie vor unseren Augen neu zu entstehen. [Die Zeit, 05.09.1980, Nr. 37]
Aber mit der Zeit bekam sie ihren eignen Kopf, wurde eigensinnig und ungefällig und wandte sich immer mehr dem kleineren Bruder zu. [Reventlow, Franziska Gräfin zu: Ellen Olestjerne. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 6087]
Die Farben wurden vormächtig, die Formen kantig, ungefällig, auf Details verzichtete man, Tabuthemen bestimmten das Repertoire. [Die Zeit, 12.06.2012, Nr. 23]
Der Betrachter mag selbst entscheiden, wie gestrig, zeitgemäß, frisch oder ungefällig Sawades karger Rationalismus ist. [Der Tagesspiegel, 07.04.2003]
Zitationshilfe
„ungefällig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ungef%C3%A4llig>.

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