ungefällig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-ge-fäl-lig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›ungefällig‹ als Erstglied: ↗Ungefälligkeit
eWDG, 1976

Bedeutung

abweisend und nicht dazu bereit, jmdm. eine Gefälligkeit zu erweisen
Beispiele:
ein ungefälliger Mensch
sein ungefälliges Benehmen, Verhalten fiel auf
jmdm. gegenüber ungefällig sein

Thesaurus

Synonymgruppe
kein Gentleman · nicht gentlemanlike · nicht kulant · uncharmant · ↗ungalant · ungefällig · unliebenswürdig · unzuvorkommend · wenig entgegenkommend
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Früh schon beginnt daher das Kind die eben noch so warme, so gefällige Nacht als vernunftfeindliche, als ungefällige Drohung zu sehen.
Die Zeit, 09.12.1988, Nr. 50
Als fremdes, ungefälliges, vieldeutiges Irgendwann und Nirgendwo begann sie vor unseren Augen neu zu entstehen.
Die Zeit, 05.09.1980, Nr. 37
Aber mit der Zeit bekam sie ihren eignen Kopf, wurde eigensinnig und ungefällig und wandte sich immer mehr dem kleineren Bruder zu.
Reventlow, Franziska Gräfin zu: Ellen Olestjerne. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 6087
Der Betrachter mag selbst entscheiden, wie gestrig, zeitgemäß, frisch oder ungefällig Sawades karger Rationalismus ist.
Der Tagesspiegel, 07.04.2003
Pissarro hat über die impressionistische Landschaft eine ungefällige Schwere ausgebreitet, welche Cézanne anziehen konnte.
Süddeutsche Zeitung, 11.12.1999
Zitationshilfe
„ungefällig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ungefällig>, abgerufen am 25.08.2019.

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