ungemein

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-ge-mein
eWDG

Bedeutung

von außergewöhnlichem Maß, Grad, enorm
Beispiele:
ein ungemeiner Vorteil
mit ungemeinem Eifer, Ernst bei einer Sache sein
sich einer ungemeinen Popularität, Beliebtheit erfreuen
es macht mir ein ungemeines Vergnügen, dass ...
dient als Verstärkung   ganz besonders, sehr, äußerst
Grammatik: adverbiell
Beispiele:
etw. ist ungemein interessant, schwierig, wichtig, günstig
sie ist ungemein hübsch, klug, fleißig
er hat sich ungemein viel Mühe gegeben
jmdn. ungemein schätzen
das freut, beruhigt mich ungemein
etw. gefällt jmdm. ungemein

Thesaurus

Synonymgruppe
allzu · ↗ausgesprochen · ↗außergewöhnlich · ↗außerordentlich · ↗besonders · ↗enorm · ↗hochgradig · in höchstem Maße · ↗massiv · mehr als · ↗stark · ungemein · ↗zutiefst · ↗äußerst · ↗überaus  ●  ↗sehr (vor Adjektiv oder Adverb)  Hauptform · höchlichst  geh., altertümelnd · ↗schwer  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
allzu · ↗auffallend · ↗erstaunlich · ↗furchtbar · mehr als · sehr sehr · ↗ungebührlich · ungemein · ↗ungewöhnlich · ↗unglaublich (Adverb) · ↗unverhältnismäßig · ↗zu (Gradadverb) · ↗über die Maßen · ↗über... · ↗überaus · übertrieben  ●  ↗arg  regional · ↗sehr (Gradadverb)  Hauptform · ↗verdächtig  ironisch · ↗ausnehmend  geh. · bis dort hinaus  ugs. · ↗bis zum Gehtnichtmehr  ugs. · ↗schrecklich  ugs. · ↗unvergleichlich  geh. · ↗verdammt  ugs., salopp
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›ungemein‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ungemein‹.

Verwendungsbeispiele für ›ungemein‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber dennoch fand man den Schnitt seiner Züge ungemein interessant.
Bild, 04.08.2003
Das ist erstaunlich, andererseits aber auch ungemein beruhigend, denn es scheint doch nicht so einfach zu sein, ab morgen alles anders zu machen.
Die Welt, 26.04.1999
Eva ist viel mehr im Bilde als ich, sie hat ungemeine Kenntnisse.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1924. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1924], S. 70
Ungemein tief war in ihm das soziale Mitgefühl für das niedere Volk verankert.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1927, S. 1023
Dort stand schon der Alte in denkbar schlechter Laune und entfaltete eine ungemeine Tätigkeit.
Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 1
Zitationshilfe
„ungemein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ungemein>, abgerufen am 09.05.2021.

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