ungesühnt

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-ge-sühnt
eWDG

Bedeutung

gehoben nicht gesühnt, nicht durch Sühne wiedergutgemacht
Beispiel:
die Schuld war, blieb ungesühnt
Grammatik: oft verneint
Beispiel:
das Verbrechen wird nicht ungesühnt bleiben

Thesaurus

Synonymgruppe
straffrei · ↗straflos · ↗ungestraft · ungesühnt
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›ungesühnt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ungesühnt‹.

Verwendungsbeispiele für ›ungesühnt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Verbrechen an dem sechs Monate alten Mädchen bleibt damit ungesühnt, weil die Tat inzwischen verjährt ist.
Süddeutsche Zeitung, 20.09.2000
Trotzdem bleibt der Mord an dem Teenager wahrscheinlich nicht ungesühnt.
Der Spiegel, 05.10.1987
Er ersuche nochmals die Herren Geschworenen, die Ruchlosigkeit des vorliegenden Verbrechens nicht ungesühnt zu lassen.
Friedländer, Hugo: Der Brand der Neustettiner Synagoge vor den Schwurgerichten zu Köslin und Konitz. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 28996
Doch schon älteste Texte lassen erkennen, daß ein mit einem ungesühnten Vergehen Behafteter der Rezitation nicht beiwohnen darf.
Edsman, C.-M.: Buddhismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 8375
Die polizeilichen Stützen des christlichen Staates ließen gern ein Vergehen ungesühnt, wenn sie dafür einen politischen Verrat eintauschen konnten.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 7937
Zitationshilfe
„ungesühnt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unges%C3%BChnt>, abgerufen am 07.05.2021.

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