ungestraft

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-ge-straft
eWDG, 1976

Bedeutung

ohne für sein Vergehen gestraft zu werden, ohne schlimme Folgen
Beispiele:
ungestraft etw. tun dürfen, können
ungestraft davonkommen
die Tat blieb ungestraft
Grammatik: oft verneint
Beispiele:
dies macht er nicht ungestraft!
man läuft nicht lange ungestraft Amok [St. ZweigAmok61]
Niemand frevelt ungestraft [JensGötter100]

Thesaurus

Synonymgruppe
straffrei · ↗straflos · ungestraft · ↗ungesühnt
Assoziationen
  • (sich) schuldig gemacht haben · Verbrechen begangen haben · dem Gericht (wohl)bekannt (sein) · ein (langes / umfangreiches / imposantes o.ä.) Vorstrafenregister haben · einschlägig bekannt (wegen ..., für ..., oder mit Kontextangabe, z.B. 'dem Gericht') · immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt gekommen · nicht zum ersten Mal (wegen eines Delikts) vor Gericht stehen  ●  (ein) alter Kunde  ugs., ironisch, fig. · (etwas / einiges) auf dem Kerbholz haben  ugs. · (etwas / so einiges) ausgefressen haben  ugs. · (schon so einige) Dinger gedreht haben  ugs. · (sich) (so) einiges geleistet haben  ugs. · ↗aktenkundig  fachspr. · auf die schiefe Bahn geraten  ugs. · ↗gerichtsnotorisch (sein)  ugs. · kein unbeschriebenes Blatt (sein)  ugs. · mehrfach verurteilt  ugs. · ↗vorbestraft (sein)  ugs.
  • (Mann) von Ehre · (noch) nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen · ↗anständig · ↗ehrbar · ↗ehrenhaft · ↗makellos · nicht vorbestraft · ↗redlich · ↗unbescholten · ↗untadelig  ●  (ein) unbeschriebenes Blatt  fig. · ↗ehrsam  geh.
  • Impunität · ↗Straffreiheit · ↗Straflosigkeit

Typische Verbindungen zu ›ungestraft‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

agieren ausleben austoben behaupten beleidigen bereichern beschimpfen davonkommen durchgehen eben herausfordern heutzutage hingeben hinwegsetzen ignorieren lügen mißachten morden nachsagen schimpfen sündigen ungestört unterdrücken verbreiten vergreifen vernachlässigen verprügeln verstoßen wandeln wüten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ungestraft‹.

Verwendungsbeispiele für ›ungestraft‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn keine Kinder da sind, können auch verbeamtete Lehrer ungestraft streiken.
Der Tagesspiegel, 05.04.2000
Niemand tritt dem Tiger ungestraft irgendwo rein, das würde er gar nicht zulassen.
Süddeutsche Zeitung, 10.08.1996
Doch nicht ungestraft läßt die Natur sich solchen Zwang gefallen.
Meysenbug, Malwida von: Unerfüllt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1907], S. 3425
Warum darf ein Mensch ungestraft Lügen erzählen und sich bereichern?
Bild, 08.08.2001
Man zuckt und nuschelt nicht ungestraft eine Woche lang von früh bis spät.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 173
Zitationshilfe
„ungestraft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ungestraft>, abgerufen am 23.01.2020.

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