Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

ungewollt

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-ge-wollt
Wortzerlegung un- gewollt
eWDG

Bedeutung

nicht gewollt
a)
sich aus dem eigenen Verhalten ergebend, ohne dass es gewollt war, unbeabsichtigt
Beispiele:
diese Worte hatten eine ganz ungewollte Wirkung
das war, geschah ungewollt
etw. ungewollt tun, sagen, verraten
dieses ungewollte Grinsen [ H. MannJugend Henri Quatre6,448]
b)
gegen den eigenen Willen gerichtet, unerwünscht
Beispiele:
das Unwetter zwang sie zu einem ungewollten Aufenthalt
die Verhütung ungewollter Schwangerschaft
ein ungewolltes Kind
seht euch vor, daß ihr nicht wieder die Opfer ungewollter Verhältnisse werdet [ Becher5,258]

Typische Verbindungen zu ›ungewollt‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ungewollt‹.

Verwendungsbeispiele für ›ungewollt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und spätestens an dieser Stelle schlug staatlicher Zwang ungewollt in persönliche Freiheit um. [Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 244]
Sie liest nichts, sie hat kein Interesse an meinen Arbeiten, gar keines, wahrscheinlich Abneigung, vielleicht ungewollten Neid. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1931. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1931], S. 249]
Weder beim Umstellen noch beim Verkleinern verrutschten sie an eine ungewollte Position. [C't, 2000, Nr. 23]
Eine ungewollte Übertragung macht so in kürzester Zeit die Arbeit vieler Jahre zunichte. [Die Zeit, 12.01.1996, Nr. 3]
Die sind so ungewollt komisch, da geht es mir direkt besser. [Süddeutsche Zeitung, 08.07.2002]
Zitationshilfe
„ungewollt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ungewollt>.

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