ungläubig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-gläu-big
Wortzerlegung un-gläubig
Wortbildung  mit ›ungläubig‹ als Erstglied: ↗Ungläubigkeit
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
zweifelnd
Beispiele:
jmdn. ungläubig anschauen
ein ungläubiges Gesicht machen
»Du hilflos!?« rief der Freund ungläubig [HesseNarziß5,37]
umgangssprachlich ein ungläubiger Thomasjmd., der an allem zweifelt, etw. nicht glauben will
Beispiele:
jmd. ist ein ungläubiger Thomas
du ungläubiger Thomas!
2.
(aus religiöser Sicht) keine religiöse Überzeugung vertretend, nicht an Gott glaubend
Beispiele:
ein ungläubiger Mensch
jmd. ist ungläubig

Thesaurus

Synonymgruppe
atheistisch · ↗gottesleugnerisch · ↗irreligiös · ↗religionslos · ungläubig · ↗unreligiös

Typische Verbindungen zu ›ungläubig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ungläubig‹.

Verwendungsbeispiele für ›ungläubig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Obwohl sich damit alles geklärt hatte, war ich weniger bestürzt als ungläubig.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 254
Wenn ich davon erzähle, kommt oft ein ungläubiges Staunen ", sagt er.
Süddeutsche Zeitung, 26.11.2003
Er blickte sich ungläubig um, dann schüttelte er den Kopf.
Ewers, H.G. [d.i. Gehrmann, Horst]: Invasion der Schatten, Rastatt: Moewig 1982 [1970], S. 35
Zorn, es war auch Zorn im Spiel, als er sacht den Kopf schüttelte, enttäuscht, ungläubig vor allem.
Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 225
Der Deutsche schüttelt hier den Kopf, ungläubig, meist auch mitleidig.
Die Zeit, 17.04.1964, Nr. 16
Zitationshilfe
„ungläubig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ungl%C3%A4ubig>, abgerufen am 01.06.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
unglaubhaft
Unglauben
Unglaube
unglasiert
ungiftig
Ungläubigkeit
unglaublich
unglaubwürdig
Unglaubwürdigkeit
ungleich