Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

ungläubig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-gläu-big
Wortzerlegung un- gläubig
Wortbildung  mit ›ungläubig‹ als Erstglied: Ungläubigkeit
eWDG

Bedeutungen

1.
zweifelnd
Beispiele:
jmdn. ungläubig anschauen
ein ungläubiges Gesicht machen
»Du hilflos!?« rief der Freund ungläubig [ HesseNarziß5,37]
umgangssprachlich ein ungläubiger Thomasjmd., der an allem zweifelt, etw. nicht glauben will
Beispiele:
jmd. ist ein ungläubiger Thomas
du ungläubiger Thomas!
2.
(aus religiöser Sicht) keine religiöse Überzeugung vertretend, nicht an Gott glaubend
Beispiele:
ein ungläubiger Mensch
jmd. ist ungläubig

Thesaurus

Synonymgruppe

Typische Verbindungen zu ›ungläubig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ungläubig‹.

Verwendungsbeispiele für ›ungläubig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Obwohl sich damit alles geklärt hatte, war ich weniger bestürzt als ungläubig. [Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 254]
Er blickte sich ungläubig um, dann schüttelte er den Kopf. [Ewers, H.G. [d.i. Gehrmann, Horst]: Invasion der Schatten, Rastatt: Moewig 1982 [1970], S. 35]
Ungläubig schaue ich den alten Mann vor mir an, den ich immer für meinen Opa gehalten habe. [C't, 1993, Nr. 11]
So mancher raufte sich ungläubig die Haare nach dem Erfolg. [Die Zeit, 11.08.2012 (online)]
Zorn, es war auch Zorn im Spiel, als er sacht den Kopf schüttelte, enttäuscht, ungläubig vor allem. [Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 225]
Zitationshilfe
„ungläubig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ungl%C3%A4ubig>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
unglimpflich
ungleichzeitig
ungleichseitig
ungleichnamig
ungleichmäßig
unglücklich
unglücklicherweise
unglückselig
unglückseligerweise
unglücksschwanger