ungreifbar

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-greif-bar (computergeneriert)
Wortzerlegungun-greifbar
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben räumlich unendlich weit entfernt, unerreichbar
Beispiel:
in ungreifbarer Ferne, Weite
übertragen verstandesmäßig nicht genau erklärbar
Beispiele:
Ich wachte auf. Ungreifbare Vorstellungen wie durchsichtige Balken und Drähte waren noch quälend vom Traum da [RennKrieg242]
Das Leben ... war auf eine ungreifbare Weise verwandelt [RinserLobel35]

Thesaurus

Synonymgruppe
körperlos · nicht fassbar · nicht fasslich · ↗ungegenständlich · ungreifbar · ↗unkörperlich · ↗unsinnlich · ↗wesenlos · ↗übersinnlich
Ökonomie
Synonymgruppe
immateriell · intangibel · ↗unfassbar · ungreifbar

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bedrohung Wesen abstrakt flüchtig unsichtbar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ungreifbar‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Dinge sind dadurch vielleicht ungreifbarer, aber das macht sie nicht weniger einflussreich.
Süddeutsche Zeitung, 12.08.2002
Das Ego blieb ungreifbar und die Suche (die vergebliche Suche nach dem Ego) geht weiter.
Die Zeit, 07.12.1984, Nr. 50
Hingegeben rann der Sand in die Tiefe, selig und zermahlen, ungreifbar geworden.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 195
Die Partei, der sie verbunden waren, war mit ihnen im Lager, unsichtbar, ungreifbar, allgegenwärtig.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 24
Denn Emmi war durch ihr Unglück feiner und gewissermaßen ungreifbarer geworden.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 364
Zitationshilfe
„ungreifbar“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ungreifbar>, abgerufen am 18.07.2019.

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