unkritisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-kri-tisch (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

kritiklos in der Beurteilung einer Sache, Person
Beispiele:
alles unkritisch hinnehmen
allem unkritisch zustimmen
ein Urteil, Gutachten unkritisch übernehmen
jmd. verhält sich anderen gegenüber unkritisch

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) schnell und bedenkenlos anpassend · ↗angepasst · ↗charakterlos · ↗konformistisch · ohne Rückgrat · ↗opportunistisch · ↗prinzipienlos · ↗rückgratlos · unkritisch  ●  ↗aalglatt  fig. · ↗stromlinienförmig  fig. · ↗schleimig  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
ohne die erforderliche Sorgfalt · ohne genaue Prüfung · ohne kritische Kontrolle · unkritisch
Assoziationen
  • (sich) stürzen auf · ↗hochwillkommen · nur auf etwas gewartet haben · willkommene Gelegenheit (zu)  ●  (ein) gefundenes Fressen  fig. · (nur) allzu bereitwillig (übernehmen o.ä.)  variabel · ↗Steilvorlage  fig. · kommen wie gerufen  Hauptform · (sich) wie die Geier stürzen auf  ugs.
Synonymgruppe
(ist) mit allem einverstanden · ↗konformistisch · ↗kritiklos · sagt zu allem Ja und Amen · unkritisch · ↗unreflektiert
Assoziationen
Synonymgruppe
bedenkenlos · ↗bruchlos (übernehmen) · eins zu eins (übernehmen) · keine Probleme haben mit · ohne daran Anstoß zu nehmen · ↗unhinterfragt · unkritisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Begeisterung Berichterstattung Bewunderer Bewunderung Fernsehverächter Gefolgschaft Gefühlsduselei Haltung Hinnahme Lobhudelei Parteinahme Rekonstruktion Rezeption Verehrung Verherrlichung Verklärung Wiedergabe einfühlsam gegenüberstehen keineswegs konsumieren naiv unreflektiert verherrlichen vorschnell weithin wohlwollend zumeist Übernahme übernommen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unkritisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir sind nicht unkritisch, das zeigt sich ja auch in der Auswahl der Gäste.
Der Tagesspiegel, 25.01.2002
Auf unkritische Leser dürfte es jedoch eine entsprechende Wirkung erzielen.
C't, 1999, Nr. 9
Er hatte soeben Sätze gehört, wie er selber sie oft verwendet hatte, aber niemals derart unkritisch und frömmelnd.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 799
Auch in der Ästhetik ist die unkritische Anwendung des Begriffspaars F. - Inhalt mehr und mehr problematisch geworden.
Patzig, G.: Form. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 5139
Und er tat es in einer sehr nachdrücklichen Weise, wenn es ihm darum ging, die unkritische Leichtgläubigkeit ad oculos zu demonstrieren.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 4656
Zitationshilfe
„unkritisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unkritisch>, abgerufen am 09.12.2019.

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