unnachgiebig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-nach-gie-big
Grundform nachgiebig
Wortbildung  mit ›unnachgiebig‹ als Erstglied: ↗Unnachgiebigkeit
eWDG, 1976

Bedeutung

in keiner Weise nachgiebig
Beispiele:
er hat ein unnachgiebiges Wesen
eine unnachgiebige Haltung einnehmen
unnachgiebig sein, bleiben
er zeigt sich in diesem Punkt, in dieser Frage immer noch unnachgiebig

Thesaurus

Synonymgruppe
eigensinnig · ↗formalistisch · ↗hartnäckig · ↗starrköpfig · ↗starrsinnig · unnachgiebig · ↗widerstandsfähig  ●  ↗obstinat  lat. · ↗refraktär  fachspr. · ↗verbohrt  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
brutal · ↗drakonisch · ↗gnadenlos · ↗kompromisslos · mit schonungsloser Härte · mit unerbittlichem Durchsetzungswillen · mit voller Härte · mit wütender Entschlossenheit · mit äußerster Brutalität · ohne Gnade und Barmherzigkeit · ↗ohne Rücksicht auf Verluste · ↗rigoros · ↗unbarmherzig · ↗unerbittlich · unnachgiebig · ↗verbissen  ●  ↗mit eiserner Faust  fig. · ↗mit harter Hand  fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
beharrlich · gegen alle Widerstände · ↗kompromisslos · ↗konsequent · ↗standfest · ↗standhaft · ↗unbeirrbar · ↗unbeirrt · ↗unbeugsam · ↗unerschütterlich · unnachgiebig · ↗unverrückbar  ●  Fels in der Brandung  fig. · ↗eisern  fig. · ↗straight  engl.
Assoziationen
  • (der) tragende Grund  fig. · (die) tragenden Säulen  fig. · ↗Eckpfeiler  fig. · ↗Fundament  fig. · ↗Grundfeste  fig. · ↗tragen(d sein)  fig.
  • unbekehrbar · ↗unbelehrbar · ↗verbissen · ↗verbohrt · ↗vernagelt  ●  bis zum Starrsinn  ugs., übertreibend
  • (Ritter) ohne Furcht und Tadel · ↗charakterfest · ↗charakterstark · ↗geradlinig · ↗gradlinig · ↗unbeirrbar · ↗unerschütterlich
  • (sich) (selbst) treu bleiben · bei seinen Überzeugungen bleiben · der bleiben, der man ist · nicht einknicken · seinen Überzeugungen treu bleiben · standhaft bleiben · zu seinen Überzeugungen stehen  ●  (sich) nicht verbiegen (lassen)  fig. · Rückgrat beweisen  fig. · Rückgrat haben  fig., variabel · Rückgrat zeigen  fig. · ↗standfest (sein)  fig. · aufrechter Gang  geh., fig., variabel
  • (etwas) unbeirrt fortsetzen · (jemanden) nicht anfechten · (sich) nicht abbringen lassen (von) · (sich) nicht beirren lassen · (unbeirrt) weitermachen wie bisher · ↗aufrechterhalten · bleiben bei · dabei bleiben · fest im Blick behalten · festhalten an · nicht abgehen von · nicht ablassen von · nicht aus den Augen verlieren · seiner Linie treu bleiben · standhaft bleiben  ●  (sich) nicht aus dem Konzept bringen lassen  fig. · Kurs halten  fig.
  • (an etwas) dranbleiben · (sich) nicht erschüttern lassen · ↗durchhalten · hart bleiben · nicht nachgeben · stoisch sein  ●  (die) Arschbacken zusammenkneifen  derb, Spruch, fig. · (die) Zähne zusammenbeißen  ugs., fig.
  • ausdauernd · ↗beharrlich · ↗hartnäckig · ↗konstant · ↗standhaft · steif und fest (behaupten) · ↗unablässig · ↗unbeirrt · ↗unentwegt · ↗unermüdlich · ↗unverdrossen
  • (sich) nicht nervös machen lassen · Nerven wie Drahtseile (haben) · ↗nervenstark (sein) · starke Nerven (haben)  ●  keine Nerven zeigen  fig.
  • auf seinem Standpunkt beharren · bei seiner Entscheidung bleiben · keinen Fuß breit nachgeben · nicht nachgeben  ●  (sich) nicht erweichen lassen  fig. · hart bleiben  Hauptform, fig.
  • prinzipienfest  ●  mit Rückgrat  fig. · ↗prinzipientreu  Hauptform · gesinnungsfest  geh.
  • sehr fest · ↗unerschütterlich  ●  ↗eisern  fig. · ↗felsenfest (Überzeugung)  fig. · ↗ehern  geh., altertümelnd, fig.
Synonymgruppe
bockig · ↗eigensinnig · ↗halsstarrig · ↗hartnäckig · kompromissunfähig · ↗rechthaberisch · ↗renitent · ↗starrköpfig · ↗starrsinnig · ↗störrisch · ↗unbelehrbar · ↗unbeugsam · ↗uneinsichtig · unnachgiebig · ↗unverbesserlich · ↗widerspenstig  ●  ↗stur  Hauptform · (jemandem) ist nicht zu helfen  ugs. · ↗beratungsresistent  ugs. · ↗dickköpfig  ugs. · ↗nickelig  ugs. · stur wie ein Panzer  ugs. · sturköpfig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unnachgiebig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unnachgiebig‹.

Verwendungsbeispiele für ›unnachgiebig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei den laufenden Prozessen um Patente zeigt er sich unnachgiebig.
Die Zeit, 02.04.2013 (online)
Doch hätte sie die Regierung verlassen, wäre die israelische Politik noch unnachgiebiger geworden.
Die Welt, 07.11.2002
Seine Augen, die sie bisher spöttisch und abwartend gekannt hatte, sah sie nun aufmerksam, zupackend, hart und unnachgiebig.
Wolf, Christa: Der geteilte Himmel, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verl. 1963, S. 103
Der Sowjet-Botschafter bleibt je doch bei seiner bekannten unnachgiebigen Haltung.
Küsters, Hans Jürgen: Entscheidung für die deutsche Einheit. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1998], S. 133
Aber meine Mutter, die sonst zur Weichherzigkeit neigte, blieb diesmal unnachgiebig und sagte, dazu hätten wir kein Recht.
Bergengruen, Werner: Der letzte Rittmeister, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1956 [1952], S. 221
Zitationshilfe
„unnachgiebig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unnachgiebig>, abgerufen am 27.10.2020.

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