Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

unsauber

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-sau-ber
Wortbildung  mit ›unsauber‹ als Erstglied: Unsauberkeit
eWDG

Bedeutungen

1.
schmutzig
Beispiele:
unsaubere Wäsche, Kleidung, Hände
ein unsauberes Zimmer
unsauberes Geschirr
2.
unordentlich, unexakt (ausgeführt)
Beispiele:
eine unsaubere Naht, Arbeit, Abschrift
eine unsauber gefeilte Kante
das Modell ist unsauber gearbeitet
unsauber schreiben
im Klang nicht rein, nicht einwandfrei
Beispiele:
ein unsauberer Ton, Klang
ihre Stimme klang unsauber
unsauber (= die Töne nicht richtig treffend) singen, spielen
3.
übertragen moralisch nicht einwandfrei, nicht ehrenhaft
Beispiele:
ein unsauberes Geschäft, Gewerbe
unsaubere Mittel, Methoden anwenden
unsaubere Gedanken, Absichten
eine unsaubere Gesinnung
Sport zum eigenen Vorteil bewusst gegen die sportlichen Regeln verstoßend, unfair
Beispiele:
ein unsauberes Spiel
R. griff in der 76. Minute den Gästetorwart unsauber an [ Tageszeitung1958]

Thesaurus

Synonymgruppe
beschmutzt · dreckig · mit Schmutz behaftet · schmierig · schmutzbehaftet · schäbig · unhygienisch · unrein · unsauber · verdreckt · verschmutzt · verunreinigt · voller Schmutz · vor Dreck starren  ●  kotig  veraltend · schmutzig  Hauptform · Drecks...  derb · Schmuddel...  ugs. · dreckig und speckig  ugs. · mistig  ugs. · ranzig  ugs. · räudig  ugs. · schmuddelig  ugs. · siffig  ugs. · steht vor Dreck  ugs. · verranzt  ugs. · versifft  ugs. · voller Dreck und Speck  ugs. · voller Mist  ugs. · vor Dreck stehen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
schwammig · ungenau · unklar · unpräzise · unsauber · unscharf · vage  ●  unspezifisch  fachspr. · wischi-waschi  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unsauber‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unsauber‹.

Verwendungsbeispiele für ›unsauber‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die könnte zwar in einer globalen Variable zwischengespeichert werden, das wäre allerdings unsauber. [C't, 1993, Nr. 11]
Wer auf unsaubere Art an die Macht kommt, der glaubt, sich auch sonst vieles leisten zu können. [Süddeutsche Zeitung, 14.11.2003]
Auch der Autor wusste sich nur mit unsauberen Mitteln in die Nähe des vermuteten Ereignisses durchzuschlagen. [Süddeutsche Zeitung, 10.11.2003]
Nachbessern ist nicht möglich, eine unsaubere Dichtung bedeutet das Ende. [Süddeutsche Zeitung, 21.08.1999]
Nein, zuerst war er in einem kleinen, ziemlich unsauberen Hotel abgestiegen und hatte da ein paar Nächte geschlafen. [Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 149]
Zitationshilfe
„unsauber“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unsauber>.

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