unschöpferisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-schöp-fe-risch (computergeneriert)
Wortzerlegungun-schöpferisch
eWDG, 1976

Bedeutung

nicht oder kaum schöpferisch
Beispiele:
ein unschöpferischer Mensch
eine unschöpferische Atmosphäre
Jedoch wird ein wirklicher Grafiker niemals eine Handzeichnung schematisch und unschöpferisch übertragen [Bild. Kunst1955]

Thesaurus

Synonymgruppe
(wie) auswendig gelernt · bietet keine Überraschungen · bietet wenig(e) Überraschungen · ↗einfallslos · ↗fantasiearm · ↗fantasielos · ↗geistlos · ↗herkömmlich · ↗ideenarm · ↗ideenlos · ↗konventionell · ohne Überraschungen · ↗phantasiearm · ↗phantasielos · ↗schablonenhaft · ↗tumb · ↗uninspiriert · unkreativ · ↗unoriginell · unschöpferisch · ↗vorhersagbar · wenig originell · überraschungsarm  ●  ↗eklektizistisch  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
epigonal · ↗epigonenhaft · nachahmend · nicht eigenständig · nicht kreativ · unschöpferisch  ●  ↗eklektisch  geh. · in der Manier von  geh. · schon dagewesen  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als sie noch nicht dem Wahn erlagen, in einem Akt der "schöpferischen Vernichtung", die natürlich zutiefst unschöpferisch ist, alles immer neu erfinden zu müssen.
Die Welt, 24.12.2004
Dies länger aufrecht zu erhalten, nannte er einen Rückfall in einen unschöpferischen, stagnierenden Akademismus.
Der Tagesspiegel, 15.01.2005
Beide, unschöpferisch, hängen in ihrer Gültigkeit unablässig vom Zeitmoment ihrer Entstehung ab.
Rubiner, Ludwig: Homer und Monte Christo. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1914], S. 16780
Hand in Hand mit dieser Ausweglosigkeit der Situation ging einher eine unschöpferische, auf nervöser Unsicherheit beruhende Betriebsamkeit auf allen Gebieten des privaten und öffentlichen Lebens.
o. A.: Einhundertvierundsiebzigster Tag. Dienstag, 9. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 13110
Wenn er auch persönlich dem unschöpferischen Sammlertyp des Enzyklopädisten zugehörte, gewann er dennoch den Rang einer Symbolgestalt.
Rubin, Berthold: Byzanz. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 6919
Zitationshilfe
„unschöpferisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unschöpferisch>, abgerufen am 20.05.2019.

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