unschuldsvoll

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-schulds-voll
Wortzerlegung Unschuld-voll
eWDG

Bedeutung

gehoben voller Unschuld, ohne Falschheit
Beispiele:
ein unschuldsvolles Kind, Gesicht
ein unschuldsvoller Blick
er sah dem Lehrer mit großen, blauen Augen unschuldsvoll ins Gesicht [ NollHolt1,16]
du unschuldsvoller Engel [ Stifter1,198]

Verwendungsbeispiele für ›unschuldsvoll‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Immer aber hatte er frech und ein bißchen tückisch aus seinen blauen Augen geschaut, und frech und unschuldsvoll war er zeitlebens gewesen.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 220
Sie sind einfach zu lieb, zu arglos, zu unschuldsvoll, um wirklich peinlich, wirklich geil zu sein.
Süddeutsche Zeitung, 01.03.2000
Nur der Truthahn hat sich nicht gerührt und blickt weiter aus seinem Sack mit unschuldsvollen Augen hervor.
Der Tagesspiegel, 17.11.2001
Auf diese Handlung antwortete der Gärtnersjunge, der bisher ebenso ängstlich wie unschuldsvoll seinen Vater angeschaut hatte, mit einer großen Dummheit.
Welk, Ehm: Die Heiden von Kummerow, Rostock: Hirnstorff 1978 [1937], S. 83
Doch ohne sich zu regen, geduldig, in unschuldsvoller Andacht blickte Julei an ihm hinauf und wartete mit dem gestreckten Zünglein.
Ganghofer, Ludwig: Der Dorfapostel, Stuttgart: Adolf Bonz 1917 [1900], S. 225
Zitationshilfe
„unschuldsvoll“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unschuldsvoll>, abgerufen am 21.04.2021.

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