Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

unsolid

Grammatik Adjektiv
Worttrennung un-so-lid
eWDG

Bedeutungen

1.
leichtlebig, ausschweifend, zügellos und sittenlos
Beispiele:
ein unsolider Mensch
einen unsoliden Lebenswandel, ein unsolides Leben führen
unsolid leben
»Sie werden wohl unsolide, Herr Kufalt?« [ FalladaBlechnapf218]
2.
geschäftlich wenig vertrauenswürdig, zweifelhaft, unredlich
Beispiele:
eine unsolide Firma
Mein Lebtag habe ich nicht mehr unsolide Geschäfte gemacht als andere [ BredelHeerstraßen453]
3.
von schlechter Qualität, minderwertig
Beispiele:
ein unsolider Bau
eine unsolide Arbeit
die Reparatur ist unsolid ausgeführt
eine unsolide Erziehung, Bildung

Typische Verbindungen zu ›unsolid‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unsolid‹.

Verwendungsbeispiele für ›unsolid‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In wirtschaftlich unsoliden Zeiten läßt auch die Solidarität zu wünschen übrig. [Die Zeit, 04.03.1994, Nr. 10]
So würde die finanziell schwierige Lage unsolider Unternehmen sehr rasch offenkundig. [Die Zeit, 20.03.1958, Nr. 12]
Die Opposition kritisierte unter anderem eine unsolide Finanzierung des Gesetzes. [Süddeutsche Zeitung, 10.09.2004]
Wirtschaftet es unsolide, dann kann es auf das Geld der anderen bauen, notfalls sogar auf das des Bundes. [Süddeutsche Zeitung, 05.09.2003]
Die Deutschen sind nicht minder unsolide als die so gerne kritisierten Nachbarn. [Süddeutsche Zeitung, 14.10.2002]
Zitationshilfe
„unsolid“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unsolid>.

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