unsozial

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-so-zi-al (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
den sozialen Interessen breiter Bevölkerungskreise widersprechend
Beispiele:
unsoziale Maßnahmen, Gesetze
eine unsoziale Preispolitik, Steuerpolitik
2.
nicht in Rudeln lebend, nicht gesellig lebend, solitär
Beispiel:
Wie fast alle Insektenfresser ist der Igel ein unsoziales Tier [K. Zimmerm.Säugetiere15]

Thesaurus

Synonymgruppe
asozial · gegen die Gesellschaft · gesellschaftsschädlich · unsozial  ●  asi  ugs. · assig  ugs.
Assoziationen
Psychologie
Synonymgruppe
denkt nur an sich (selbst) · ↗egoman · ↗egomanisch · ↗egozentrisch · ↗eigennützig · ↗eigensüchtig · ichbefangen · ↗ichbezogen · ↗ichsüchtig · ↗narzisstisch · selbstbezogen · ↗selbstsüchtig · ↗selbstverliebt · unsozial · von sich selbst eingenommen  ●  Unterm Strich komm ich.  Slogan · ↗egoistisch  Hauptform · jetzt komm (erst mal) ich  Spruch · ↗subjektivistisch  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kahlschlagpolitik Kopfpauschale Rentenplan Rentenpolitik Sparpolitik Studiengebühr Studieren Umverteilungspolitik arbeitnehmerfeindlich beschäftigungsfeindlich bildungsfeindlich egoistisch familienfeindlich frauenfeindlich inhuman konzeptionslos neoliberal unanständig unchristlich undemokratisch unfinanzierbar ungerecht unmenschlich unmoralisch unsolidarisch unsolide unverantwortlich unwirtschaftlich verantwortungslos zutiefst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unsozial‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ist die Politik der Union mit der Zeit unsozialer geworden?
Die Welt, 13.06.2005
Der Kanzler allerdings lauschte aufmerksam, als der Minister seinen Kritikern entgegenhielt, es wäre eher unsozial, wenn die Regierung nicht sparen würde.
Der Tagesspiegel, 15.09.1999
Sie trug also - erlauben Sie mir, das festzustellen - völlig unsozialen Charakter.
Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 599
Denn eine Partei, welche einen Klassenkampf betätigt, ist zweifellos in schärfster Weise unsozial.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Das ist eine unmögliche, unsoziale Einstellung, ein Mißbrauch, geradezu eine Sabotage des Berufes.
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3171
Zitationshilfe
„unsozial“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unsozial>, abgerufen am 25.03.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
unsortiert
unsorgfältig
Unsolidität
unsolide
unsolidarisch
unspektakulär
unspezifisch
unspezifiziert
unspielbar
unspontan