unstet

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-stet
Wortbildung  mit ›unstet‹ als Erstglied: ↗unstetig
eWDG

Bedeutung

gehoben von innerer Unrast, Unruhe getrieben
Beispiele:
ein unstetes Leben führen
ein unsteter Mensch
jmd. hat ein unstetes Wesen, einen unsteten (= ruhelosen) Blick
jmd. ist unstet
unstet im Zimmer auf und ab gehen
unstet umherblicken
Unstet, von immer neuen Gedanken getrieben, durchzog er in jungen Jahren das Land [ Sibylle1962]

Thesaurus

Synonymgruppe
floatend · ↗flüchtig · frei flottierend · nicht durchgängig (zu beobachten) · nicht in der Konstanz · nicht kalkulierbar · nicht kontinuierlich · nicht persistent · nicht verlässlich · nicht vorhersehbar · schwankend · ↗sporadisch · ↗sprunghaft · ↗unbeständig · unstet · vagabundierend · ↗volatil  ●  mal so, mal so  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
anfällig · ↗instabil · ↗labil · ↗launenhaft · ↗launisch · nicht stabil · ↗ruhelos · ↗unbeständig · unkonstant · ↗unsicher · unstet · ↗wandelbar · ↗wechselhaft  ●  durch den Wind (sein)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
inkonsequent · ↗launenhaft · mal so, mal so · schwanken wie ein Rohr im Wind · schwankend · unstet · ↗wankelmütig  ●  (ein) schwankendes Rohr (im Wind)  fig. · (ein) schwankes Rohr  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
flatterhaft · ↗sprunghaft · ↗unbeständig · unstet  ●  ↗flippig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unstet‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unstet‹.

Verwendungsbeispiele für ›unstet‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der junge Student irrte unstet von einer Wissenschaft zur anderen.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 201
Die Zufriedenheit kennen nur wenige, sind unstet und viele denken nur an sich.
Die Welt, 23.11.2001
Doch dies war sie nicht; vielmehr wirkte sie wahllos, beiläufig, unstet.
Die Zeit, 13.05.1994, Nr. 20
Scholaren zogen ihm auf seinem unsteten Weg nach und bildeten um ihn eine Schule.
Borst, Arno: Religiöse und geistige Bewegungen im Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7670
Er feierte unstet und wild und nur unter Männern, doch ohne den Sohn.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 617
Zitationshilfe
„unstet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unstet>, abgerufen am 06.03.2021.

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