untauglich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-taug-lich
Wortzerlegungun-tauglich
Wortbildung mit ›untauglich‹ als Erstglied: ↗Untauglichkeit  ·  mit ›untauglich‹ als Letztglied: ↗arbeitsuntauglich · ↗dienstuntauglich · ↗fahruntauglich · ↗wehrdienstuntauglich
eWDG, 1976

Bedeutung

nicht tauglich; nicht geeignet
a)
nicht geeignet zur Ausübung eines Dienstes, einer Tätigkeit
Beispiele:
zu etw. untauglich sein
für einen Beruf (körperlich) untauglich sein
bei der Musterung wurde er als untauglich befunden
b)
nicht geeignet für den Gebrauch
Beispiel:
ein Versuch am untauglichen Objekt, Gegenstand

Thesaurus

Synonymgruppe
(der) Aufgabe nicht gewachsen · ↗außer Stande · ↗außerstande · ↗inkompetent · ↗unfähig · ↗ungeeignet · untauglich  ●  unkompetent  selten
Assoziationen
  • (einen) Misserfolg verzeichnen · (mit etwas) nicht durchkommen · Misserfolg erleiden · Misserfolg haben · ↗scheitern · schlecht abschneiden · ↗versagen  ●  (etwas) an die Wand fahren  fig. · Schiffbruch erleiden  fig. · (sich) eine blutige Nase holen  ugs., fig. · auf den Bauch fallen  ugs., fig. · auf die Fresse fallen  derb, fig. · auf die Nase fallen  ugs., fig. · auf die Schnauze fallen  derb, fig. · auf die Schnauze fliegen  derb, fig. · baden gehen (mit)  ugs., fig. · eine Bauchlandung hinlegen (mit etwas)  ugs., fig. · ↗floppen  ugs.
  • fehlgehen · kläglich scheitern · ↗missglücken · ↗misslingen · ↗missraten · nicht zu Stande kommen · nicht zustande kommen · ↗scheitern  ●  ↗fehlschlagen  Hauptform · ausgehen wie das Hornberger Schießen  ugs., Redensart, scherzhaft · ↗danebengehen  ugs. · ↗fallieren  geh., schweiz. · ↗floppen  ugs. · in die Binsen gehen  ugs. · in die Hose gehen  ugs. · nach hinten losgehen  ugs. · ↗schiefgehen  ugs. · ↗schieflaufen  ugs.
  • falsche Person (für eine Rolle, Aufgabe)  ●  ↗Fehlbesetzung  Hauptform · falsche Frau (für eine Rolle, Aufgabe)  weibl. · falscher Mann (für eine Rolle, Aufgabe)  männl. · nicht der Richtige  ugs.
Synonymgruppe
brotlose Kunst · nicht nutzbar · nicht zu nutzen · ↗nutzlos · ohne Nutzen · ohne Nutzwert · ↗unbrauchbar · ↗unnütz · untauglich · ↗unwirksam · zu nichts nutze  ●  Schmuck am Nachthemd  scherzhaft, fig. · ohne sittlichen Nährwert  ugs., scherzhaft
Assoziationen
  • (von vornherein) zum Scheitern verurteilt · ↗Makulatur · hoffnungsloses Unterfangen · ↗illusorisch · keine Option · keinen Sinn haben · keinen Sinn machen · keinen Sinn und Zweck haben · keinen Zweck haben · nicht realisierbar · nichts zu machen sein · ohne Aussicht auf Erfolg · ohne Sinn und Zweck · ↗sinnlos · ↗unsinnig · ↗vergeblich · zu nichts führen · ↗zwecklos  ●  (ein) tot geborenes Kind  fig. · (ein) totgeborenes Kind  fig. · ↗aussichtslos  Hauptform · (das) kannst du vergessen  ugs. · (gut) für die Tonne  ugs. · bringt nichts  ugs. · führt zu nichts  ugs. · für den Arsch  vulg. · für die Katz  ugs. · hat keinen Wert  ugs., ruhrdt. · ↗umsonst  ugs. · ↗witzlos  ugs. · zu nichts gut sein  ugs.
  • (sich) erübrigen · Muster ohne Wert · die Mühe nicht wert · ↗fruchtlos · nichts wert · ↗nutzlos · ohne Sinn und Zweck · ↗sinnlos · ↗umsonst · unnotwendig · ↗unnötig · ↗unnütz · ↗wertlos · zu nichts nutze · zu nichts nütze · ↗zwecklos · ↗überflüssig  ●  sinn- und zwecklos  Hauptform · (den/die/das) kannst du in der Pfeife rauchen  ugs., fig. · (sich etwas) schenken können  ugs. · (sich etwas) sparen können  ugs. · ↗akademisch  geh. · der Mühe nicht wert  geh. · entbehrenswert  geh. · ↗entbehrlich  geh. · ↗müßig  geh. · nicht der Mühe wert  geh. · nichts bringen  ugs. · ↗verzichtbar  geh. · überflüssig wie ein Kropf  ugs.
  • elitär  ●  ↗(im) Elfenbeinturm  fig. · ohne Bodenhaftung  fig. · ↗abgehoben  ugs.
Synonymgruppe
unangebracht · ↗unangemessen · ↗unbrauchbar · ↗ungeeignet · ↗ungünstig · ↗unpassend · untauglich · ↗unzweckmäßig · ↗widrig  ●  ↗importun  geh. · ↗inadäquat  geh., lat.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Argument Beweismittel Geschäftsmodell Instrument Instrumentarium Konstruktion Manöver Mittel Objekt Rechtfertigungsversuch Rettungsversuch Rezept Versuch Vorschlag Werkzeug ebenso erweisen geworden gänzlich höchst kontraproduktiv letztlich schädlich tauglich verfassungswidrig verwerfen vollkommen völlig wirkungslos ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›untauglich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei der Erweiterung halte ich es allerdings für völlig untauglich.
Süddeutsche Zeitung, 09.09.2000
Wendet sie sich nach rückwärts, erweist sie sich als untauglich.
Die Zeit, 20.11.1964, Nr. 47
Das Korrigieren wäre schon gut, wenn auch nur die Mittel so gut wären, die untauglichen Mittel zum Erfinden von so nicht möglichen Dingen.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 2, Berlin: Aufbau-Verl. 1955, S. 196
Dann war er nicht gottgewollt und ebenso abzusetzen wie der untaugliche Beamte.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen: Mohr 1920 [1916-1919], S. 454
Daß alle, die »im System« waren, schließlich für politisch und menschlich untauglich erklärt werden.
Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1975 - 1995, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1999], S. 435
Zitationshilfe
„untauglich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/untauglich>, abgerufen am 22.10.2019.

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