unterbelichten

GrammatikVerb · unterbelichtet, unterbelichtete, hat unterbelichtet
Worttrennungun-ter-be-lich-ten
Wortzerlegungunter-belichten
Wortbildung mit ›unterbelichten‹ als Erstglied: ↗Unterbelichtung
eWDG, 1976

Bedeutung

Fotografie lichtempfindliches Material zu schwach, zu kurz belichten
Gegenwort zu überbelichten
Beispiele:
einen Film unterbelichten
das Foto, die Aufnahme ist unterbelichtet
unterbelichtete Bilder
salopp, scherzhaft, übertragen
Beispiel:
jmd. ist (geistig) unterbelichtet (= ist dumm, borniert)

Verwendungsbeispiele für ›unterbelichten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Tiefe scheint mir in der europäischen Musik unterbelichtet zu sein.
Die Welt, 24.11.2000
Das heißt nicht, daß die kleinen und großen Geschichten unterbelichtet sind.
Süddeutsche Zeitung, 31.08.1996
Bei uns war die kulturelle Dimension des Nationalstaates über Jahrzehnte unterbelichtet.
Die Zeit, 28.10.2008, Nr. 44
Die reiche Gefühlswelt, die da Wort für Wort zu erkunden wäre, bleibt unterbelichtet.
Der Tagesspiegel, 08.03.1998
Nicht nur die Entwicklung der Affektivität, sondern auch die sozialen Determinanten der Entwicklung der Subjekte bleiben in ihnen unterbelichtet.
Gottschalch, Wilfried: Sozialisation. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 28979
Zitationshilfe
„unterbelichten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unterbelichten>, abgerufen am 28.01.2020.

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