unterhöhlen

GrammatikVerb · unterhöhlte, hat unterhöhlt
Aussprache
Worttrennungun-ter-höh-len
Wortzerlegungunter-höhlen
Wortbildung mit ›unterhöhlen‹ als Erstglied: ↗Unterhöhlung
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
etw. unter der Oberfläche allmählich durch kontinuierliche Einwirkung hohl machen und dadurch seine Festigkeit gefährden
Beispiel:
das Wasser hat das Ufer, den Brückenpfeiler unterhöhlt
2.
übertragen etw. (mit Absicht) langsam, unmerklich zerstören, zerrütten
Beispiele:
durch etw. jmds. Ansehen, Autorität unterhöhlen
übertriebene Kritik unterhöhlt auf die Dauer das Selbstvertrauen
das Rauchen hat seine Gesundheit völlig unterhöhlt

Thesaurus

Synonymgruppe
aushöhlen · ↗untergraben · unterhöhlen · ↗unterminieren · ↗zersetzen  ●  erodieren lassen  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akzeptanz Anspruch Autorität Basis Bemühung Berg Damm Dauer Demokratie Demonstrant Fundament Glaubwürdigkeit Gleis Grundlage Institution Legitimität Moral Ordnung Prinzip Rechtsstaat Regime Schiene Stabilität Stellung Straße Unabhängigkeit Vertrauen gefährden systematisch zerstören

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unterhöhlen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die sich ausbreitende Medizin wird nämlich ihrerseits vom psychologischen Wissen unterhöhlt.
Die Zeit, 16.01.1978, Nr. 03
Ich glaube aber, daß es nicht gut ist, das Vertrauen unserer Völker in ihre künftige Sicherheit zu unterhöhlen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1977]
Sie muß es hinnehmen, daß ihre wirtschaftliche Basis zunehmend unterhöhlt wird.
Zieger, P.: Deutschland. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 21583
Nietzsche hatte begonnen, jeden Willen zum Wissen durch den Verdacht des Willens zur Macht zu unterhöhlen.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 983
Ohne eine solche Grundlage stärkt Härte die Widerstandsbewegung und unterhöhlt Entgegenkommen das deutsche Ansehen.
o. A.: Einhundertzwölfter Tag. Dienstag, 23. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18869
Zitationshilfe
„unterhöhlen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unterhöhlen>, abgerufen am 19.10.2019.

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