unterkriegen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungun-ter-krie-gen (computergeneriert)
Wortzerlegungunter-kriegen1
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich jmdn., etw. bezwingen
Beispiele:
ich werde ihn schon noch unterkriegen
der Ärger, die Krankheit hat sie untergekriegt
daß es leicht ist, die Barbaren zu entfesseln, aber schwer, sie wieder unterzukriegen [Feuchtw.Oppermann121]
Grammatik: oft verneint
Beispiel:
du kriegst mich nicht unter
sich nicht unterkriegen lassennicht nachgeben, den Mut nicht sinken lassen
Beispiel:
Kopf hoch, lass dich nicht unterkriegen!

Thesaurus

Synonymgruppe
aufnehmen · ↗beherbergen · ↗deponieren · ↗einquartieren · ↗unterbringen · ↗verstauen  ●  unterkriegen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(der) Stärkere sein · (die) Oberhand gewinnen · ↗(jemanden) niederringen · (jemanden) unterkriegen · (sich) als stärker erweisen · ↗(sich) durchsetzen · ↗gewinnen
Assoziationen
  • (jemandem) weit voraus sein · an der Spitze liegen · das Feld hinter sich lassen · ↗führen · führend sein (in/bei) · in Führung liegen · vorn liegen · vorne liegen  ●  die Nase vorn haben  ugs. · ganz vorne sein  ugs.
  • (die) Oberhand haben · ↗führen (Sport) · im Vorteil sein  ●  Oberwasser haben  ugs.
  • (das) Spiel beherrschen · (das) Spiel bestimmen · (jemandem) sein Spiel diktieren  ●  (das) Spiel dominieren  Hauptform · (jemanden) an die Wand spielen (Sport)  fig. · am Drücker sein  ugs., fig.
  • (das) Spiel nicht aus der Hand geben · (die) Oberhand behalten · Oberwasser behalten
  • (jemanden) kleinkriegen · (jemandes) Widerstand brechen  ●  (jemandes) Willen beugen  geh. · gefügig machen  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

kriegen nie

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unterkriegen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich kann auf meine Arbeit stolz sein, und ich lasse mich so leicht nicht unterkriegen.
Der Tagesspiegel, 10.03.2001
Schon damals bewies sie, daß sie nicht gewillt war, sich unterkriegen zu lassen.
Süddeutsche Zeitung, 28.02.1994
Die lässt sich so leicht nicht unterkriegen oder die Butter vom Brod nehmen.
Duncker, Dora: Großstadt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1900], S. 15081
Bleib gesund und stark und laß Dich auch durch nichts unterkriegen.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 22.06.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zehn Jahre später wirst Du sie alle besiegt und untergekriegt haben!
Altenberg, Peter: Mein Lebensabend, Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 9361
Zitationshilfe
„unterkriegen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unterkriegen>, abgerufen am 06.12.2019.

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