untermauern

GrammatikVerb · untermauert, untermauerte, hat untermauert
Aussprache
Worttrennungun-ter-mau-ern
Wortzerlegungunter-mauern
Wortbildung mit ›untermauern‹ als Erstglied: ↗Untermauerung
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
einen Bau mit festen Grundmauern, mit einem festen Fundament versehen
Beispiele:
die Gebäude, Keller waren fest untermauert
ein gut untermauertes Gewölbe
2.
übertragen etw. durch stichhaltige Argumente stützen, etw. gut fundieren
Beispiele:
eine These wissenschaftlich, theoretisch, historisch, gründlich, gut untermauern
eine Ansicht durch Tatsachen untermauern
oft im Part. Prät.
Beispiele:
eine solid untermauerte Analyse eines literarischen Werkes
ein statistisch untermauerter Bericht
die Verträge sind rechtlich nur unzureichend untermauert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mauer · mauern1 · untermauern · Maurer · Mauerblümchen
Mauer f. ‘aus Steinen und Mörtel errichtete Wand’, ahd. (8. Jh.), asächs. māra, mhd. mūr(e), mnd. mūre, aengl. mūr, mnl. nl. muur, entlehnt in der Zeit, als die germanischen Stämme die römische Steinbautechnik kennenlernen, aus gleichbed. lat. mūrus m. Analog zu ↗Wand (s. d.) erhält das aufgenommene Wort im Dt. fem. Genus. mauern1 Vb. ‘aus Steinen und Mörtel eine Wand errichten’, mhd. mūren ‘mauern, aufbauen, mit Mauern umgeben’. untermauern Vb. ‘mit einer festen Grundlage von unten stützen’, frühnhd. undermauren; übertragen ‘mit Beweisen erhärten’ (19. Jh.). Maurer m. ‘wer ein Mauerwerk errichtet’, ahd. mūrāri (um 800), mhd. mūrære. Mauerblümchen n. ‘nicht oder wenig beachtete Person, unscheinbares Mädchen’ (19. Jh.), Mädchen, das beim Tanze nicht oder selten aufgefordert wird, daher an der Wand sitzen bleibt wie ein vereinzeltes Blümchen an einer Mauer.

Thesaurus

Synonymgruppe
ankurbeln · ↗intensivieren · ↗stärken · ↗stützen · untermauern · ↗verstärken · ↗vertiefen
Synonymgruppe
begründen · ↗erhärten · ↗fundieren · ↗stärken · untermauern

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ambition Anspruch Anwartschaft Argument Aufstiegsambition Ausnahmestellung Befund Behauptung Einschätzung Fakt Faktum Favoritenstellung Forderung Führungsanspruch Führungsrolle Glaubwürdigkeit Hypothese Kapitalbeteiligung Machtanspruch Medaillenambition Ruf Spitzenstellung Statistik These Thesis Titelambition Vermutung Vormachtstellung Warnstreik eindrucksvoll

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›untermauern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man kann es gesetzlich untermauern, aber Recht und gerecht ist es noch nie gewesen.
konkret, 1997
Was die Illustrationen angeht, so untermauern sie noch die Wirkung des Textes.
Süddeutsche Zeitung, 30.04.1994
Aber sie waren immer damit beschäftigt, bestimmte Thesen aus einem offenbar riesigen und schon dadurch befremdlichen Wissen zu untermauern.
Nadolny, Sten: Selim oder Die Gabe der Rede, München: Piper 1997 [1990], S. 185
Was auch hätte ich lieber getan, als unser europäisches Engagement vor dem Bundestag immer noch einmal zu untermauern.
Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 251
Und der Chef meinte diesen Passus nun auch noch mit erklärenden Worten untermauern zu müssen.
Zimmermann, Theo: Der praktische Rechtsberater, Gütersloh: Bertelsmann [1968] [1957], S. 129
Zitationshilfe
„untermauern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/untermauern>, abgerufen am 12.11.2019.

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