Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

unterschätzen

Grammatik Verb · unterschätzt, unterschätzte, hat unterschätzt
Aussprache 
Worttrennung un-ter-schät-zen
Wortzerlegung unter- schätzen
Wortbildung  mit ›unterschätzen‹ als Erstglied: Unterschätzung
eWDG

Bedeutung

etw., jmdn. zu gering einschätzen
in gegensätzlicher Bedeutung zu überschätzen
Beispiele:
eine Entfernung, den Zeitabstand unterschätzen
eine Aufgabe unterschätzen
Schwierigkeiten, Gefahren unterschätzen
jmds. Leistungen, Fähigkeiten, Kräfte unterschätzen
etw. ist nicht zu unterschätzen
einen Gegner unterschätzen
du hast ihn immer sehr unterschätzt
umgangssprachlich, übertriebendu hast ihn immer gewaltig unterschätzt

Thesaurus

Synonymgruppe
unterbewerten · unterschätzen · verkennen  ●  depretiieren  geh., veraltet
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
als nicht wichtig erachten · leichtnehmen · nicht sehr ernst nehmen · unterschätzen · verharmlosen  ●  auf die leichte Schulter nehmen  ugs. · locker sehen  ugs.
Oberbegriffe
  • (fälschlicherweise) halten (für) · (sich) täuschen (in) · eine falsche Meinung haben (von) · falsch einschätzen · seine Meinung korrigieren müssen (über)
Assoziationen
  • (etwas) ausblenden · (sich) keine Gedanken machen (um) · keinen Gedanken verschwenden (an) · nicht denken an  ●  (etwas) nicht auf dem Schirm haben  fig.
  • (die) Rechnung ohne (...) gemacht haben · (seine) Rechnung ohne den Wirt machen · (sich) zu früh freuen  ●  an den Falschen geraten sein  ugs., männl. · an die Falsche geraten sein  ugs., weibl.

Typische Verbindungen zu ›unterschätzen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unterschätzen‹.

Verwendungsbeispiele für ›unterschätzen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bis dahin hatte ich die Szene schlicht und ergreifend unterschätzt. [Hasselbach, Ingo u. Bonengel, Winfried: Die Abrechnung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1993], S. 144]
Hüte dich überhaupt, die Dame, mit der du dich unterhältst, geistig zu unterschätzen. [Franken, Konstanze von [d.i. Stoekl, Helene]: Handbuch des guten Tones, Berlin: Hesse 1936, S. 74]
Es wäre aber töricht, diesen Meister der leisen Töne zu unterschätzen. [Die Zeit, 04.03.1999, Nr. 10]
Unterschätzt haben wir allerdings, wie schwer es würde, die Lage in den neuen Ländern zu verbessern. [Die Zeit, 12.03.1998, Nr. 12]
Hat man die unheilvolle Macht, die der Mann auf seine Leser ausübt, unterschätzt? [konkret, 1997]
Zitationshilfe
„unterschätzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/untersch%C3%A4tzen>.

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