unterschieben

GrammatikVerb
Worttrennungun-ter-schie-ben
Wortzerlegungunter-schieben
Wortbildung mit ›unterschieben‹ als Erstglied: ↗Unterschiebung
eWDG, 1976

Bedeutungen

I.
schob unter, ›hat‹, untergeschoben
etw. unter etw., jmdn. schieben
Beispiele:
jmdm. ein Kissen, einen Stuhl unterschieben
sie hat dem Verletzten eine Unterlage, Decke untergeschoben
II.
unterschob, ›hat‹, unterschoben
schob unter, ›hat‹, untergeschoben
1.
jmdm. etw., jmdn. unterschiebenjmdm. in böser, betrügerischer Absicht etw., jmdn. zuschieben und fälschlicherweise als ihm zugehörig ausgeben
Beispiele:
jmdm. einen Brief, das Testament unterschieben
War der [Vertrag] etwa auch unterschoben wie dieser Brief? [FalladaWolf2,180]
2.
jmdm. etw. unterschiebenvon jmdm. in böser Absicht etw. Falsches behaupten, etw. als von ihm gesagt, getan hinstellen, jmdm. etw. unterstellen
Beispiele:
jmdm. eine Behauptung, Äußerung unterschieben
man hatte ihr betrügerische Beweggründe untergeschoben, unterschoben

Thesaurus

Synonymgruppe
(etwas) anlasten · (etwas) heimlich zustecken · (etwas) unterschieben · ↗zustecken  ●  ↗(etwas) unterjubeln  ugs.
Synonymgruppe
(etwas) abwälzen auf · ↗(jemandem etwas) unterjubeln · (jemandem etwas) unterschieben · ↗(jemandem etwas) unterstellen  ●  (jemandem etwas) in die Schuhe schieben  fig. · (jemandem etwas) unter die Vorhaut jubeln  derb, selten
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absicht Bedeutung Dopingmittel Droge Ehemann Ei Gegner Held Kissen Kuckucksei Kuckuckskind Motiv Quittung Rauschgift Schuld Sinn Stuhl Substanz Tat Unterlage Waffe Wissen Zahnpasta man schieben Äußerung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unterschieben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Widerspricht das untergeschobene Kind nicht den Idealen der ehelichen Treue?
Die Zeit, 22.12.2004, Nr. 53
Die versuchen, uns einen Spieler unterzuschieben, der nicht mehr gebraucht wird.
Bild, 23.09.1999
Man kann auch zwei Stangen kreuzweise zusammennageln und diese unterschieben.
Die Landfrau, 06.09.1924
Sie sind angeklagt, in Gemeinschaft mit Ihrem Ehemann ein Kind untergeschoben zu haben.
Friedländer, Hugo: Prozeß wider das Grafen-Ehepaar Kwilecki wegen Kindesunterschiebung. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1910], S. 35
Andere Zwecke schieben sich unter, die Form sucht sich zu erhalten.
Schmoller, Gustav: Grundriß der Allgemeinen Volkswirtschaftslehre Erster Teil, Berlin: Duncker & Humblot 1978 [1900], S. 43
Zitationshilfe
„unterschieben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unterschieben>, abgerufen am 22.08.2019.

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