Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

unverbildet

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-ver-bil-det
eWDG

Bedeutung

natürlich, nicht verbildet
Beispiel:
Luise … ist gesund, fleißig, geradeaus, unverbildet, kein Dämchen [ HammelTreibelIV]

Thesaurus

Synonymgruppe
naiv · unberührt · unschuldig  ●  prälapsarisch  fachspr., sehr selten · unverbildet  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
naturgegeben · natürlich · normal  ●  gesund  fig. · unverbildet  Hauptform
Assoziationen
  • (Das ist) nur natürlich. · in der Natur des Menschen liegen  ●  Daran ist nichts Falsches.  geh., Spruch

Typische Verbindungen zu ›unverbildet‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unverbildet‹.

Verwendungsbeispiele für ›unverbildet‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie zeigt, wie neugierig, aufmerksam und anpassungsfähig sie sind, wie unverbildet. [Süddeutsche Zeitung, 30.08.1994]
Er hat einen knurrenden Kellerbaß von zuweilen beträchtlicher Schönheit, mehr ungebildet als unverbildet, auf die Dauer langweilig anzuhören. [Die Zeit, 29.09.1972, Nr. 39]
Er wird durchaus ambivalent bewertet; der „natürliche“ Mensch ist einerseits „primitiv“, andererseits „unverbildet“. [Die Zeit, 17.07.1964, Nr. 29]
Das hört sich nicht mehr nach dem "Deichgrafen" an, nicht mehr jung, nicht mehr unverbildet. [Süddeutsche Zeitung, 18.06.2002]
Aber vielleicht besitzen meine Kinder im Gegensatz zu anderen unverbildetere Ohren. [Der Tagesspiegel, 20.10.2002]
Zitationshilfe
„unverbildet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unverbildet>.

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