Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

unverhohlen

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-ver-hoh-len
eWDG

Bedeutung

ganz offen
Beispiele:
jmdm. unverhohlen seine Meinung sagen
etw. unverhohlen aussprechen, äußern
etw. unverhohlen gestehen
jmdm. unverhohlen seine Abneigung zeigen
sich unverhohlen über jmdn. lustig machen
mit unverhohlener Neugier jmdn., etw. betrachten, mustern
in seiner Stimme schwingt unverhohlener Triumph [ R. BartschTür zu101]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) ins Gesicht (sagen) · direkt · in aller Offenheit · offen · rundheraus · schonungslos · unbeschönigt · unumwunden · unverblümt · unverhohlen  ●  (einmal ganz) undiplomatisch  fig. · schlankweg  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(frei) von der Leber weg · (so) wie (jemandem) der Schnabel gewachsen ist · frei heraus · geradeheraus · in aller Offenheit · offen · ohne Hemmung(en) · rundheraus · ungeniert · unverblümt · unverhohlen  ●  auf gut Deutsch  ugs., fig. · einfach drauflos  ugs. · frank und frei  geh., veraltend · frei zum Munde heraus (ironisch altertümelnd)  geh. · ohne falsche Bescheidenheit  ugs., ironisierend · ohne falsche Scham  ugs., ironisierend
Assoziationen
Synonymgruppe
nicht zu überhören · offen gezeigt · offensichtlich  ●  unverhohlen  Hauptform
Assoziationen
  • echt · natürlich · nicht gespielt · ungekünstelt · unverstellt
  • (nur) mühsam unterdrückt · (nur) mühsam zurückgehalten · kaum verborgen · kaum verhohlen · kaum verhüllt · kaum versteckt · kaum zu überhören
  • breites Grinsen · freches Grinsen

Typische Verbindungen zu ›unverhohlen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unverhohlen‹.

Verwendungsbeispiele für ›unverhohlen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn es bloß tröpfelte, ließ er es eben bloß tröpfeln, unverhohlen. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 02.03.1914]
Einst aber merkte er, wie sie geflissentlich seine Nähe suchte, in der unverhohlenen Absicht, von ihm angeredet zu werden. [Bismarck, Hedwig von: Erinnerungen aus dem Leben einer 95jährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 7269]
Nun, zwei Jahre später sprechen die Spieler weiterhin unverhohlen vom Titel. [Die Zeit, 28.06.2010, Nr. 26]
Auch die Medien, die noch vor zwei Jahren eifrig mit dem Weißen Haus kollaborierten, kritisieren die Regierung inzwischen unverhohlen. [Die Zeit, 03.11.2005, Nr. 45]
Die Lust auf Führung lässt er unverhohlener als bisher durchscheinen. [Süddeutsche Zeitung, 27.11.2004]
Zitationshilfe
„unverhohlen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unverhohlen>.

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