unvermeidlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-ver-meid-lich
Wortbildung mit ›unvermeidlich‹ als Erstglied: ↗Unvermeidlichkeit · ↗unvermeidlicherweise
eWDG, 1976

Bedeutung

nicht zu vermeiden
a)
Beispiele:
eine unvermeidliche Auseinandersetzung
eine unvermeidliche Niederlage
etw. als unvermeidliches Übel ansehen
etw. als unvermeidlich hinnehmen
sich in das Unvermeidliche fügen
es ist leider unvermeidlich, dass ...
b)
mit gesetzmäßiger Notwendigkeit geschehend
Beispiel:
[der] Untergang des Kapitalismus, seine unvermeidliche Ablösung durch den Sozialismus [Engels-Biographie337]
c)
spöttisch vermeintlich unentbehrlich
Beispiele:
zuletzt kam der unvermeidliche Herr B (= Herr B, um dessen Anwesenheit man nun einmal nicht herumkommt)
Und hier liegt das unvermeidliche Dresdner Journal [RennAdel215]

Thesaurus

Synonymgruppe
alternativlos · ↗imperativ · nicht verhandelbar · ohne Alternative · ↗unabdingbar · ↗unabweisbar · ↗unabwendbar · ↗unaufhaltsam · ↗unausweichlich · ↗unumgänglich · ↗unvermeidbar · unvermeidlich · ↗vorherbestimmt · ↗zwingend  ●  daran führt kein Weg vorbei  fig. · programmiert  ugs. · ↗vorprogrammiert  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
benötigt · ↗erforderlich · ↗notwendig · ↗nötig · ↗obligat · ↗obligatorisch · ↗unabdingbar · unvermeidlich · ↗vonnöten · vorgeschrieben · ↗zwingend  ●  mandatorisch  selten
Assoziationen
Synonymgruppe
notgedrungen · ↗notwendigerweise · ↗unbedingt · unvermeidlich · wohl oder übel · ↗zwangsläufig · ↗zwingend  ●  ↗nolens volens  geh., lat.
Assoziationen
Synonymgruppe
erforderlich · geboten · ↗notwendig · ↗nötig · ↗unabweisbar · ↗unausweichlich · ↗unbedingt · ↗unentbehrlich · ↗unerlässlich · unvermeidlich · ↗wesentlich · ↗zwingend · zwingend geboten  ●  (eine) conditio sine qua non  geh., lat. · unbedingt nötig  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
gewohnt · nicht ohne · nie ohne  ●  ↗Markenzeichen  ugs., fig. · ↗notorisch  ugs., ironisch · ↗obligatorisch  ugs., ironisch · unvermeidlich  ugs., ironisch
Assoziationen
Synonymgruppe
folgerichtig · in der Natur der Sache liegen · ↗konsequenterweise · ↗logischerweise · ↗notwendigerweise · unvermeidlich · ↗unweigerlich · ↗zwangsläufig  ●  muss so kommen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anpassung Begleiterscheinung Einschnitt Folge Härte Kollateralschaden Kollision Konflikt Konfrontation Konkurs Konsequenz Kürzunge Personalabbau Reibung Rückschlag Stellenabbau Strukturwandel Untergang Zigarre Zusammenbruch Zusammenstoß anscheinend fast geradezu leider nahezu scheinbar wohl wünschenswert Übel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unvermeidlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das sei ja auch unvermeidlich bei 34 frei empfangbaren Programmen.
Der Tagesspiegel, 22.07.2002
Die Entscheidung war unvermeidlich, aber sie macht das Herz schwer.
Süddeutsche Zeitung, 16.07.2001
Die Routine ist unvermeidlich, der Fehler hingegen schleicht sich ein.
Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 15
Unvermeidlich hat sich dann auch der Ausbau der historischen Wissenschaften mehr in die Breite als in die Tiefe vollzogen.
Heuß, Alfred: Verlust der Geschichte, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1959, S. 39
Indem Gott den einen erwählt, übergeht er unvermeidlich viele andere.
Pannenberg, W.: Erwählung. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 2345
Zitationshilfe
„unvermeidlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unvermeidlich>, abgerufen am 17.06.2019.

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