unvermeidlich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-ver-meid-lich
Wortbildung  mit ›unvermeidlich‹ als Erstglied: Unvermeidlichkeit · unvermeidlicherweise
eWDG

Bedeutung

nicht zu vermeiden
a)
Beispiele:
eine unvermeidliche Auseinandersetzung
eine unvermeidliche Niederlage
etw. als unvermeidliches Übel ansehen
etw. als unvermeidlich hinnehmen
sich in das Unvermeidliche fügen
es ist leider unvermeidlich, dass …
b)
mit gesetzmäßiger Notwendigkeit geschehend
Beispiel:
[der] Untergang des Kapitalismus, seine unvermeidliche Ablösung durch den Sozialismus [ Engels-Biographie337]
c)
spöttisch vermeintlich unentbehrlich
Beispiele:
zuletzt kam der unvermeidliche Herr B (= Herr B, um dessen Anwesenheit man nun einmal nicht herumkommt)
Und hier liegt das unvermeidliche Dresdner Journal [ RennAdel215]

Thesaurus

Synonymgruppe
(an etwas) geht kein Weg vorbei · alternativlos · nicht verhandelbar · nicht vermeidbar · ohne Alternative · programmiert · unabdingbar · unabwendbar · unaufhaltsam · unausweichlich · unumgänglich · unvermeidlich · vorherbestimmt · zwingend  ●  (an etwas) führt kein Weg vorbei  fig. · da musst du jetzt durch  ugs., Spruch · imperativ  geh. · unabweisbar  geh. · vorprogrammiert  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
notwendigerweise · unbedingt · unvermeidlich · unweigerlich · wohl oder übel · zwangsläufig · zwingend  ●  nolens volens  geh., lat. · ob man will oder nicht  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
erforderlich · geboten · notwendig · nötig · unabweisbar · unausweichlich · unentbehrlich · unerlässlich · unvermeidlich · zwingend · zwingend geboten  ●  (eine) conditio sine qua non  geh., lat. · unbedingt nötig  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
gewohnt · nicht ohne · nie ohne  ●  Markenzeichen  fig. · unvermeidlich  ironisch · notorisch  geh., ironisch · obligat  geh. · obligatorisch  geh., ironisch
Assoziationen
Synonymgruppe
folgerichtig · in der Natur der Sache liegen · konsequenterweise · logischerweise · notwendigerweise · unvermeidlich · unweigerlich · zwangsläufig  ●  muss so kommen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unvermeidlich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unvermeidlich‹.

Verwendungsbeispiele für ›unvermeidlich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unvermeidlich hat sich dann auch der Ausbau der historischen Wissenschaften mehr in die Breite als in die Tiefe vollzogen. [Heuß, Alfred: Verlust der Geschichte, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1959, S. 39]
Und gerade sie zogen unvermeidlich für lange Zeit als die einzigen einen sichtbaren Gewinn aus der staatlichen Politik. [Laue, Theodor H. von: Rußland im 19. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 17405]
Und doch war es unvermeidlich, schien mir sogar Pflicht zu sein. [Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7439]
Die Routine ist unvermeidlich, der Fehler hingegen schleicht sich ein. [Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 15]
Daß dies trotzdem geschehen ist, erscheint bei der Fülle wichtiger Namen fast unvermeidlich. [o. A.: Erfinder zum Nachschlagen. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]]
Zitationshilfe
„unvermeidlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unvermeidlich>.

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