unverschuldet

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-ver-schul-det
formal verwandt mitverschulden
eWDG, 1976

Bedeutung

keine Schuld an etw. habend, schuldlos
Beispiele:
unverschuldet ins Unglück geraten
unverschuldet in Not leben
unverschuldet verdächtigt werden
ein unverschuldeter Verkehrsunfall
eine unverschuldete Notlage

Thesaurus

Synonymgruppe
bar jeder Schuld · frei von (jeder) Schuld · ohne (jede) Schuld · ohne die geringste Schuld · ohne eigenes Verschulden · ↗schuldlos · ↗unschuldig · unverschuldet
Assoziationen
  • (die) Unschuld vom Lande  ugs. · (eine) verfolgte Unschuld  ugs. · ↗Unschuldsengel  ugs. · ↗Unschuldslamm  ugs.
  • (sich) (etwas) nicht ausgedacht haben · für etwas nicht verantwortlich sein · nicht jemandes Idee (gewesen) sein · nicht jemandes Schuld sein  ●  (etwas) nicht in Schuld sein  ugs., ruhrdt. · (etwas) nicht schuld sein  ugs. · etwas nicht gesagt haben  ugs. · ich war das nicht!  ugs. · nicht auf jemandes Mist gewachsen sein  ugs. · nichts dafür können  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitslosigkeit Armut Ausfall Autounfall Crash Elend Haushaltsnotlage Katastrophe Kollision Krankheit Leid Leiden Motorradunfall Nachteil Not Notlage Notstand Rückschlag Schicksalsschlag Schuld Sturz Umstand Unfall Unglück Unmündigkeit Verkehrsunfall ausscheiden geraten verschuldet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unverschuldet‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier sind die großen Fragen der Gleichheit vor dem Gesetz, des gleichen Wahlrechts, des gleichen Rechts auf Bildung und auf Versorgung bei unverschuldeter Not entschieden.
Die Zeit, 15.12.1967, Nr. 50
Wir haben nicht die Absicht, den Deutschen Materialien zu liefern, und werden ihnen nicht den Gefallen tun, sie als Opfer eines unverschuldeten Elends zu betrachten.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1945]
Wir erlebten, wo unverschuldet plötzliche Not auftrat, wurde tatkräftig zugegriffen.
o. A.: Aus der Arbeit der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt: Reportage über den Blockwart mit Ausschnitten aus der Sprechstunde des Ortsgruppenamtsleiters, 16.11.1937
Bei der sehr schwierigen, wenn auch nicht unverschuldeten Lage des Papstes war dies auch verständlich.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 21119
Soll die zweite Ehefrau oder der zweite Mann, die in gutem Glauben geheiratet haben, nun für ihren unverschuldeten Irrtum büßen müssen?
Zimmermann, Theo: Der praktische Rechtsberater, Gütersloh: Bertelsmann [1968] [1957], S. 247
Zitationshilfe
„unverschuldet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unverschuldet>, abgerufen am 18.10.2019.

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