unvollkommen

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-voll-kom-men (computergeneriert)
Wortbildung mit ›unvollkommen‹ als Grundform: ↗Unvollkommenheit
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
nicht perfekt, nicht vollkommen
Beispiele:
die Technik ist noch unvollkommen
er spricht ein unvollkommenes Deutsch
sie beherrscht diese Sprache nur unvollkommen
übertragen mit Schwächen, Mängeln behaftet
Beispiel:
Die Menschen müssen dran schuld sein, an Not und Elend ... vielleicht weil sie unvollkommen sind [NollHolt2,125]
2.
nicht gänzlich, nicht vollständig
Beispiel:
die verregnete Windschutzscheibe ... die der Wischer nur unvollkommen vom Regen befreite [Hausm.Abschied261]

Thesaurus

Synonymgruppe
bruchstückhaft · ↗fragmentarisch · ↗holzschnittartig · ↗inkomplett · ↗lückenhaft · ↗oberflächlich · ↗skizzenhaft · ↗teilweise · ↗unvollendet · unvollkommen · ↗unvollständig · verkürzt
Assoziationen
  • an einzelnen Stellen · hier und da · ↗stellenweise
  • (noch) im Aufbau · noch nicht abgeschlossen · noch nicht fertiggestellt · ↗unfertig
  • (nur) zur Hälfte fertiggestellt · angefangen und nicht zu Ende gemacht · ↗halb fertig · ↗halbfertig
Antonyme
  • unvollkommen
Synonymgruppe
defektiv · im Ansatz · ↗inkomplett · nicht ausgebildet · ↗rudimentär · unvollkommen · ↗unvollständig · verkümmert

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abbild Ersatz Gerechtigkeit Individuum Kapitalmarkt Konsonanz Reue Schöpfung Verbrennung Verwandlung Verwirklichung Vorstufe Wesen beherrschen freilich gewiß höchst irgendwie leider notwendigerweise nur sehr stets unzureichend vollkommen widerspiegeln widersprüchlich wiedergeben zögernd äußerst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unvollkommen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ist es sinnvoll, eine unvollkommene Reform durch eine unvollkommene alte Regelung zu ersetzen?
Die Welt, 10.08.2004
Dadurch fühle ich mich unvollkommen, schließlich bin ich mitten drin.
Süddeutsche Zeitung, 03.02.1999
Wenn ich etwas weglasse, wird seine Auslegung auch unvollkommen werden.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 78
Die Welt ist notwendig unvollkommen, weil sie notwendig begrenzt ist.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 5023
Sie ist noch unvollkommen und ringt in allen unseren Ländern.
o. A.: Zweiter Tag. Mittwoch, 21. November 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 23097
Zitationshilfe
„unvollkommen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unvollkommen>, abgerufen am 12.11.2019.

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