usuell

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungusu-ell (computergeneriert)
HerkunftLatein
WortzerlegungUsus-uell
eWDG, 1976

Bedeutung

gebräuchlich, üblich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Usus · usuell
Usus m. ‘Brauch, Herkommen, Gewohnheit, Sitte’; im 17. Jh. wird lat. ūsus ‘Benutzung, Anwendung, Gebrauch, Gewohnheit, Praxis’, Verbalabstraktum zu lat. ūtī (ūsus sum) ‘gebrauchen, anwenden, benutzen’, in dt. Texte aufgenommen und behält bis ins 18. Jh. lat. Flexion in den obliquen Kasus (z. B. in, ex ūsū, in, ad ūsum) bei. usuell Adj. ‘gebräuchlich, üblich’, Entlehnung (Anfang 18. Jh.) von gleichbed. frz. usuel; dieses nach spätlat. ūsuālis ‘zum Gebrauch dienlich, gewöhnlich’, das ebenfalls zu lat. ūtī (s. oben) gebildet ist.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man erklärt die "usuelle" Bedeutung des Wortes aus seinen "okkasionellen" Bedeutungen heraus.
Voßler, Karl: Positivismus und Idealismus in der Sprachwissenschaft, Heidelberg: Winter 1904, S. 37
Beim Verkauf in nicht handelsüblichen Mengen muß auch der Preis für das usuelle Maß angeführt werden.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1936]
Diese vorbildlose Lehre vom Vortrag der liturg. Lektionen versucht die usuellen örtlichen Praktiken zu ordnen.
Niemöller, Klaus Wolfgang: Ornitoparchus. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1962], S. 41083
In seinen Reiseberichten, der Topographia Hibernica (1187) und der Descriptio Cambriae (1198), berichtet er über usuelle Mehrstimmigkeit.
o. A.: G. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 3951
Zitationshilfe
„usuell“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/usuell>, abgerufen am 21.09.2019.

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