Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

uzen

Grammatik Verb
Aussprache  [ˈuːʦn̩]
Wortbildung  mit ›uzen‹ als Erstglied: Uzbruder · Uzerei · Uzvogel

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [umgangssprachlich] jmdn. necken, foppen, sich über jmdn. lustig machen
  2. 2. [landschaftlich] jmdn. nasführen, anführen
eWDG

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich jmdn. necken, foppen, sich über jmdn. lustig machen
Beispiele:
er hatte gleich den Verdacht, dass sie ihn mit dem Brief uzen wollten
er hat dich doch nur geuzt!
2.
landschaftlich jmdn. nasführen, anführen
Beispiel:
Wenn du alles so gut kannst wie Klöße machen, dann ist mit dir kein Mann geuzt [ SeghersSiebtes Kreuz4,39]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

uzen Vb. ‘necken, foppen, sich über jmdn. lustig machen’ (16. Jh., seit dem 18. Jh. literatursprachlich), abgeleitet von U(t)z m. ‘einfältiger Mensch, Trunkenbold’ (um 1500), der mit affektischer Konsonantenverschärfung gebildeten Form des Personennamens Ulrich, eigentlich ‘jmdn. einen Uz nennen’. Zuerst südwestd., von da aus verbreitet.

Thesaurus

Synonymgruppe
hänseln · mobben · necken · plagen · quälen · sticheln · traktieren  ●  auf die Schippe nehmen  ugs. · aufziehen  ugs. · piesacken  ugs. · triezen  ugs. · utzen  ugs. · uzen  ugs. · vexieren  geh., veraltet · ärgern  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›uzen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir haben sie geuzt damit, denn auf der anderen Seite wieder, konnte man das nicht glauben. [Brief von Irene G. an Ernst G. vom 24.08.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270]
Zitationshilfe
„uzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/uzen>.

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