veräußerlichen

GrammatikVerb · veräußerlichte, hat/ist veräußerlicht
Aussprache
Worttrennungver-äu-ßer-li-chen
Wortbildung mit ›veräußerlichen‹ als Erstglied: ↗Veräußerlichung
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. oberflächlich, äußerlich machen
Beispiel:
die Ideen des Autors wurden bei der Verfilmung veräußerlicht und verflacht
2.
mit Hilfsverb ›ist‹
oberflächlich, äußerlich werden
Beispiel:
die Werbung bietet täglich Beispiele dafür, wie das Leben der Menschen in den kapitalistischen Ländern veräußerlicht

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es wird nun veräußerlicht und schlüpft in die Gestalt einer Toten.
Die Zeit, 08.10.1965, Nr. 41
Zum Wesen aller Methode gehört die Tendenz, sich in eins mit der Technisierung zu veräußerlichen.
Husserl, Edmund: Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie, Hamburg: Meiner 1996 [1936], S. 44
Die Italiener haben die Gattung zu großformatiger Opulenz gesteigert und veräußerlicht.
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004
Es wird geschützt, aber auch entleert und veräußerlicht, durch die Transmissionstechniken der Grammatik, der Rhetorik, der «freien Künste», der Schulen.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 397
Die Privatbeichte wurde bei wachsender Seelenzahl undurchführbar und veräußerlichte, soll auch Geistlichen zum Austrag von Händeln gedient haben.
Holtz, G.: Seelsorge. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 34956
Zitationshilfe
„veräußerlichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/veräußerlichen>, abgerufen am 24.10.2019.

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