Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

verabsäumen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ver-ab-säu-men
eWDG

Bedeutung

papierdeutsch etw. versäumen, versäumen, etw. zu tun
Beispiele:
er verabsäumte es, eine Frage zu stellen, für das Geschenk zu danken
er hatte seine Pflichten gegen seine Mitarbeiter verabsäumt

Thesaurus

Synonymgruppe
verfehlen · vergessen · verpassen · versäumen · übersehen  ●  nicht mitbekommen  ugs. · verabsäumen  geh., Papierdeutsch · verbaseln  ugs., regional · verpennen  ugs. · verschlafen  ugs. · verschwitzen  ugs.
Assoziationen
  • (sich) nicht erinnern (an) · nicht denken an · vergessen  ●  (jemandem) entfallen (sein)  geh. · (jemandem) nicht erinnerlich (sein)  geh. · (sich einer Sache) nicht entsinnen können  geh. · aus den Augen verlieren  ugs. · verbummeln  ugs. · verschwitzen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›verabsäumen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verabsäumen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verabsäumen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Trotz des Überflusses von Ärzten am Ort ist hier verabsäumt worden, die richtige Diagnose zu stellen. [Die Zeit, 02.09.1948, Nr. 36]
In der Eile hatte man verabsäumt, das Rad aus den Lagern zu heben. [Stehr, Hermann: Der Heiligenhof, München: List 1952 [1918], S. 212]
Es war bald vergriffen und ich verabsäumte leider wieder einmal, rechtzeitig für die Bearbeitung der Neuauflage zu sorgen. [Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 – 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464]
Verabsäumt hat er darüber, den Boden für die Zeit nach ihm zu bestellen. [Die Zeit, 14.10.2004, Nr. 43]
Die rot‑grüne Regierung hat es fahrlässig verabsäumt, die überfälligen Strukturreformen anzugehen. [Der Tagesspiegel, 21.04.2002]
Zitationshilfe
„verabsäumen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verabs%C3%A4umen>.

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