verallgemeinern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-all-ge-mei-nern (computergeneriert)
Wortbildung mit ›verallgemeinern‹ als Erstglied: ↗Verallgemeinerung · ↗verallgemeinerbar
eWDG, 1977

Bedeutung

aus einem einzelnen oder aus mehreren Fällen, Sachverhalten, Erfahrungen ein für alle ähnlichen Fälle, Sachverhalte gültiges Modell aufstellen, etw. für allgemeingültig erklären
Beispiele:
diese Behauptung kann man nicht verallgemeinern
es ist stets riskant, die in einem Gebiet gewonnenen Erfahrungen, Forschungsergebnisse ohne Weiteres zu verallgemeinern
Die Leitsätze verallgemeinerten die bisherigen Kampferfahrungen der Partei bei der Verwirklichung der Einheitsfrontpolitik [Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung7,191]

Thesaurus

Synonymgruppe
ableiten · ↗abstrahieren · ↗generalisieren · ↗herleiten · ↗induzieren · verallgemeinern
Synonymgruppe
(alles miteinander) gleichsetzen · ↗(fälschlich) gleichsetzen · ↗(miteinander) vermengen · ↗(miteinander) vermischen · (zu stark) verallgemeinern · ↗pauschalisieren · undifferenziert betrachten · über denselben Leisten schlagen · über einen Leisten schlagen  ●  ↗durcheinanderwerfen  ugs. · in einen Topf werfen  ugs., fig. · über einen Kamm scheren  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ansatz Aussage Befund Begriff Beispiel Beobachtung Eigenschaft Eindruck Einzelfall Erfahrung Ergebnis Erkenntnis Fall Methode Prinzip Theorie Weise anwenden erweitern hinaus man natürlich nicht sicher unzulässig Äußerung überhaupt übertragen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verallgemeinern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er bezog sich auf den Irak, aber sein Argument läßt sich verallgemeinern.
Die Welt, 03.09.2005
Kann man überhaupt verallgemeinern, wie das derzeit in einigen, auch öffentlichen Diskussionen passiert?
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2001
Nach ihrer äußeren Struktur lassen sich die Ergebnisse nur schwer verallgemeinern.
Vicedom, G. F.: Gemeinde. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 2141
Nachahmenswert mag das nicht sein, verallgemeinern läßt es sich nicht, aber was bedeutete es nicht für jeden, der folgen konnte.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7573
Dabei wird nicht nur die Funktion der positiven Signale verallgemeinert.
Foppa, Klaus: Lernen, Gedächtnis, Verhalten, Köln u. a.: Kiepenheuer & Witsch 1965, S. 116
Zitationshilfe
„verallgemeinern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verallgemeinern>, abgerufen am 23.02.2019.

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