verbissen

Grammatik partizipiales Adjektiv
Worttrennung ver-bis-sen
Grundform verbeißen
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
(allzu) hartnäckig, zäh, nicht bereit nachzugeben, aufzugeben
b)
von starker innerer Angespanntheit zeugend, verkrampft
c)
umgangssprachlich engherzig, pedantisch

Thesaurus

Synonymgruppe
angestrengt · ↗düster · ↗entschlossen · ↗ernst · ↗finster · ↗grimmig · ↗streng · verbissen  ●  ↗grimm (altertümelnd oder ironisierend)  geh.
Assoziationen
Antonyme
  • entspannt
Synonymgruppe
auf Biegen und Brechen · ↗krampfhaft · mit allem, was jemand aufbieten kann · mit allen Mitteln · mit aller Gewalt · verbissen · ↗verzweifelt · wie verrückt  ●  ↗händeringend  fig. · mit Hochdruck  floskelhaft · mit allem, was jemandem zu Gebote steht  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
erbittert · ↗heftig · ↗massiv · ↗scharf · ↗vehement · verbissen
Assoziationen
  • brutal · ↗drakonisch · ↗gnadenlos · mit schonungsloser Härte · mit unerbittlichem Durchsetzungswillen · mit voller Härte · mit wütender Entschlossenheit · mit äußerster Brutalität · ohne Gnade und Barmherzigkeit · ↗ohne Rücksicht auf Verluste · ↗unbarmherzig · ↗unerbittlich · ↗unnachgiebig  ●  ↗mit eiserner Faust  fig. · ↗mit harter Hand  fig.
  • auf Biegen und Brechen · ↗krampfhaft · mit allem, was jemand aufbieten kann · mit allen Mitteln · mit aller Gewalt · verbissen · ↗verzweifelt · wie verrückt  ●  ↗händeringend  fig. · mit Hochdruck  floskelhaft · mit allem, was jemandem zu Gebote steht  geh.
  • (sich) erbittert wehren · (sich) körperlich zur Wehr setzen · (sich) nach Leibeskräften widersetzen · (sich) vehement wehren  ●  (sich) mit Händen und Füßen wehren  auch figurativ · (sich) mit Zähnen und Klauen verteidigen  fig.
Psychologie
Synonymgruppe
unbekehrbar · ↗unbelehrbar · verbissen · ↗verbohrt · ↗vernagelt  ●  bis zum Starrsinn  ugs., übertreibend
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›verbissen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verbissen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verbissen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber das macht den Kampf um die Macht nur verbissener.
Der Tagesspiegel, 27.02.2000
Aber es bleibt verbissen genug auch zwischen den anderen Teilnehmern.
Die Zeit, 26.06.1970, Nr. 26
Doch ich war bereits zu sehr in den Gegner verbissen, um jetzt einfach umkehren zu können.
Thoene, Willy: Abschuß und abgeschossen! In: Flieger am Feind, Gütersloh: Bertelsmann 1934, S. 294
Ich tat auch dies eigentümlich gehetzt und verbissen; es war mir alles zuviel.
Schlink, Bernhard: Der Vorleser, Zürich: Diogenes 1995, S. 182
Stumm und verbissen geht er neben mir, den Kopf vorgeschoben.
Goote, Thor [d.i. Langsdorff, Werner von]: Die Fahne Hoch!, Berlin: Zeitgeschichte-Verlag 1933 [1933], S. 319
Zitationshilfe
„verbissen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verbissen>, abgerufen am 18.01.2021.

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