Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

verblüffen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ver-blüf-fen
Wortbildung  mit ›verblüffen‹ als Erstglied: Verblüffung · verblüffend  ·  mit ›verblüffen‹ als Grundform: Verblüfftheit
eWDG

Bedeutung

jmdn. überraschen, in Erstaunen, Verwirrung versetzen, sodass er sprachlos ist, nicht weiß, was er sagen, tun soll
Beispiele:
ihn konnte nichts verblüffen, stets wusste er eine Antwort
jmdn. durch eine Frage, Antwort verblüffen
der Meister verblüffte (uns) durch die Kunst seines Spieles
lass dich nicht verblüffen!
verblüffenderstaunlich, überraschend
Grammatik: oft im Partizip I
Beispiele:
die Zwillinge sahen sich verblüffend ähnlich
eine verblüffende Zahl von Interessenten besuchte den Vortrag
die Ergebnisse des Versuches waren verblüffend
verblüffterstaunt, überrascht
Grammatik: oft im Partizip II
Beispiele:
er machte ein verblüfftes Gesicht
er war so verblüfft, dass er alles zugab
jmdn. verblüfft ansehen, fragen
verblüfft stehen bleiben, umherblicken
er sah ganz verblüfft aus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verblüffen Vb. ‘in Erstaunen versetzen, überraschen, verwirren’, im 18. Jh. aus dem Nd. in die Literatursprache aufgenommen; vgl. mnd. vorblüffen ‘überraschen, in Verwirrung bringen, überrumpeln’, nd. verbluffen, verblüffen ‘einschüchtern, verwirren’, nl. verbluffen, verstärkende Bildung zu nd. bluffen, blüffen ‘durch Worte und Gebärden Furcht und Schrecken einjagen, einschüchtern, verwirren, poltern’, mnl. bluffen ‘schlagen, klopfen, prahlen, sich brüsten’, nl. bluffen ‘prahlen, aufschneiden’, auch ‘einschüchtern, verblüffen’. Herkunft ist nicht geklärt. Man nimmt lautmalenden Ursprung an, vielleicht zu einer einen dumpfen Fall nachahmenden Interjektion bluff.

Thesaurus

Synonymgruppe
erstaunen · frappieren · für Überraschung sorgen (journal.) · in Erstaunen setzen · verblüffen · verdutzen · verwundern · überraschen  ●  (jemanden) wundern  ugs.
Synonymgruppe

Typische Verbindungen zu ›verblüffen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verblüffen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verblüffen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das zufällige Treffen in der gigantischen Stadt verblüfft uns, ich bin wieder einmal sprachlos. [Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999, S. 905]
Ich wußte, was er dachte, und es ergötzte mich, ihn zu verblüffen. [Rinser, Luise: Mitte des Lebens, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1952 [1950], S. 292]
Als ich das zum ersten Mal ausprobierte, war ich selbst verblüfft, so schnell frei zu sein. [o. A.: Party-Spielchen. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1997 [1996]]
Auch wir waren einigermaßen verblüfft, denn die vordem gesammelten Erfahrungen ließen ein so negatives Ergebnis nun wirklich nicht erwarten. [C't, 1990, Nr. 8]
Wir verblüfften uns mit der schieren Fülle unseres inneren Leids. [Die Zeit, 12.09.1997, Nr. 38]
Zitationshilfe
„verblüffen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verbl%C3%BCffen>.

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