verdächtigen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-däch-ti-gen
Wortbildung mit ›verdächtigen‹ als Erstglied: ↗Verdächtigung
eWDG, 1977

Bedeutung

jmdn. verdächtigeneinen Verdacht gegen jmdn. haben, aussprechen
Beispiele:
jmdn. einer Tat verdächtigen
er wurde einer Fälschung, dieses Verbrechens, unschuldig verdächtigt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Verdacht · verdächtig · verdächtigen
Verdacht m. ‘Vermutung eines schuldhaften Verhaltens, Argwohn’ (16. Jh.), Verbalabstraktum zu verdenken in dessen Bedeutung ‘Übles von jmdm. denken, jmdn. in Verdacht haben, verargen’ (wie ↗Bedacht zu ↗bedenken, s. d.). Vgl. mnd. vordacht f. ‘das Verdenken, Bösesein, schlechte Empfindung, Verdacht, Argwohn’ (14. Jh.); feminines Genus begegnet zuweilen auch im Hd. (Luther). Zur Etymologie s. ↗denken. verdächtig Adj. ‘Verdacht erregend, zweifelhaft’, mhd. verdæhtic ‘überlegt, vorbedacht, Verdacht hegend, argwöhnisch’, dann (17. Jh.) ‘mit Verdacht behaftet’. verdächtigen Vb. ‘jmdn. in Verdacht haben, Verdacht gegen jmdn., etw. hegen’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
argwöhnen · ↗beargwöhnen · ↗misstrauen · verdächtigen · ↗zweifeln  ●  ↗präsumieren  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Agent Beihilfe Beschuldigte Bestechlichkeit Bestechung Brandstifter Bundesanwaltschaft Drahtzieher Ermittler FBI Festgenommene Geheimdienst Geldwäsche Kollaboration Marokkaner Mittäter Sekte Spion Spionage Staatsanwaltschaft Steuerhinterziehung Sympathisant US-Geheimdienst Unrecht Untergrundorganisation Untreue Urheber Westen pauschal verleumden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verdächtigen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das wäre doch mal spannender, als immerzu nur andere zu verdächtigen.
Die Welt, 03.08.2004
Er hat von anderen Spielern diese Informationen gehabt, mich hat man verdächtigt.
Süddeutsche Zeitung, 27.01.1996
Man verdächtigte ihn, gegen sein eigenes Blut gefrevelt zu haben.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 59
Er stichelte, verdächtigte und geiferte, wo er ging und stand.
Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 798
Auch wenn sie verdächtigt wurde oder zu dürftigster Ausführung verkümmerte, konnte sie doch von der Kirche nicht mehr preisgegeben werden.
Florovsky, G.: Theologie. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 5963
Zitationshilfe
„verdächtigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verdächtigen>, abgerufen am 16.12.2018.

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