verdursten

GrammatikVerb · verdurstet, verdurstete, ist verdurstet
Aussprache
Worttrennungver-durs-ten (computergeneriert)
Grundformdursten
Wortbildung mit ›verdursten‹ als Erstglied: ↗Verdurstung
eWDG, 1977

Bedeutung

aus Mangel an trinkbarer Flüssigkeit, vor Durst sterben
Beispiel:
in diesem Dürrejahr verdursteten viele Tiere
umgangssprachlich, übertrieben sehr großen Durst haben
Beispiel:
gebt uns was zu trinken, wir verdursten
übertragen
Beispiel:
vor Verlangen nach etw. verdursten (= ein sehr großes Verlangen nach etw. haben)

Thesaurus

Synonymgruppe
an Wassermangel zugrunde gehen  ●  verdursten  Hauptform
Oberbegriffe
  • (die) Augen für immer schließen · (jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · ↗ableben · das Zeitliche segnen · den Tod erleiden · ↗erlöschen · in den letzten Zügen liegen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · sein Leben aushauchen · sein Leben lassen · seinen Geist aushauchen · ↗verdämmern · ↗verscheiden · ↗versterben · ↗wegsterben  ●  (die) Reihen lichten sich  fig. · ↗abtreten  fig. · aus dem Leben scheiden  fig. · ↗dahinscheiden  verhüllend · ↗davongehen  fig. · ↗entschlafen  fig., verhüllend · ↗fallen  militärisch · ↗gehen  verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · ↗sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · von der Bühne des Lebens abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · über die Klinge springen (lassen)  salopp · (den) Arsch zukneifen  vulg., fig. · (den) Löffel abgeben  ugs., fig., salopp · (den) Weg allen Fleisches gehen  geh. · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · ↗dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · den Geist aufgeben  ugs. · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Grube fahren  ugs., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · seinen Geist aufgeben  ugs. · vor seinen Richter treten  geh., fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baby Baum Berg Flüchtling Hitze Junge Kind Kleinkind Pflanze Sohn Sommer Tausend Tier Vieh Wasser Wüste erfrieren ersticken ertrinken fast qualvoll sterben verbluten verhungern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verdursten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als die Frau nach zehn Tagen wiederkam, waren die Babys verdurstet.
Bild, 12.09.2002
Am Ende sind alle verdurstet, aber der Sänger sang einfach weiter.
Der Tagesspiegel, 24.03.2000
In dem überfüllten Lager, in dem es an allem mangelte, verdursteten und verhungerten viele von ihnen binnen kurzem.
o. A.: Enzyklopädie des Nationalsozialismus - B. In: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 6178
Hier lagen wir, vierhundert Mann, in dunkler Nacht, übermüde, halb verdurstet, und vor uns und um uns ein wildes, rasendes Volk von sechzigtausend.
Frenssen, Gustav: Peter Moors Fahrt nach Südwest, Berlin: Grote 1920 [1906], S. 139
Es müßten endlich, wenn das Land nicht mehr mit genug Wasser gespeist würde, die Bäume in den Wäldern und die Pflanzen auf den Feldern verdursten.
Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 313
Zitationshilfe
„verdursten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verdursten>, abgerufen am 14.11.2019.

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