vereinigen
GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-ei-ni-gen (computergeneriert)
Ableitung voneinigen
Wortbildung mit ›vereinigen‹ als Letztglied: ↗wiedervereinigen
eWDG, 1977

Bedeutung

mehrere Personen, etw. mit etw. zu einer Gesamtheit zusammenfassen
Beispiele:
dieser Tag vereinigte wieder einmal alle Familienmitglieder in fröhlicher Runde
in seiner Hand waren mehrere Funktionen, verschiedene Aufgaben vereinigt
sich vereinigensich zu einer Ganzheit, Einheit zusammenschließen, sich verbinden
Beispiele:
Proletarier aller Länder, vereinigt euch! (= Losung des kämpferischen proletarischen Internationalismus)
die Handwerker vereinigten sich in, zu einer Produktionsgenossenschaft
sich mit jmdm., gegen jmdn. vereinigen
die Vereinigten Staaten (von Amerika)
dort, wo Havel und Elbe sich vereinigen (= zusammenfließen)
etw. in sich vereinigen
Beispiel:
dieses Saatgut vereinigt in sich mehrere Vorzüge
sich mit etw. vereinigensich mit etw. verbinden
Beispiel:
in diesem Bauwerk vereinigt sich die Zweckmäßigkeit mit der Schönheit
etw. mit etw. vereinigenetw. mit etw. in Übereinstimmung bringen
Beispiel:
diese Ansichten, Methoden sind leicht, nicht (miteinander) zu vereinigen, lassen sich leicht, nicht vereinigen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

einig1 · einigen · Einigkeit · vereinigen · Vereinigung · handelseinig
einig1 Adj. ‘eines Sinnes seiend, einmütig’. Als Adjektivableitung zu dem unter ↗ein (s. d.) behandelten Numerale begegnen ahd. einag, einīg (8. bzw. 9. Jh.), mhd. einec, einic, asächs. ēnag, mnd. ēnich, aengl. ānga, anord. einga, mit grammatischem Wechsel got. ainaha (vgl. auch die verwandte Bildung lat. ūnicus ‘einzig’). Die frühe Bedeutung ‘nur einmal vorhanden, einzig’ (gemeingerm., in den älteren dt. Sprachstufen auch ‘allein’) geht im 16. Jh. auf ↗einzig (s. d.) über, während einig seitdem für ‘übereinstimmend, eines Sinnes’ gebräuchlich wird. Der Bedeutungswandel des dt. Adjektivs folgt der Entwicklung, die sich zuvor schon bei den unter einigen und Einigkeit (s. unten) genannten Formen vollzogen hat. einigen Vb. ‘einig machen’, refl. ‘sich einig werden, übereinkommen’, ahd. gieinīgen (11. Jh.), mhd. einegen, einigen, mnd. ēnigen ‘vereinigen’. Einigkeit f. ‘Eintracht, Einmütigkeit’, ahd. einī̌gheit ‘Einheit’ (10. Jh.), mhd. einecheit ‘Einheit, Einzigkeit, Einsamkeit, Einigkeit’, mnd. ēnichēt. vereinigen Vb. ‘verbinden, zusammenschließen, in Übereinstimmung bringen’, mhd. vereinigen; Vereinigung f. ‘das Vereinigen, Verbindung, Zusammenschluß’ (15. Jh.). handelseinig Adj. ‘einig bei einem abzuschließenden Geschäft’ (Mitte 19. Jh.), älter (des) Handels einig.

Thesaurus

Synonymgruppe
fusionieren · ↗kombinieren · ↗verbinden · ↗vereinen · vereinigen · ↗verschmelzen · ↗zusammenfügen · ↗zusammenführen · ↗zusammenlegen · ↗zusammenschließen · ↗zusammentun  ●  ↗arrondieren  geh., franz.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
einen · ↗kombinieren · ↗vereinen · vereinigen · ↗verknüpfen · ↗verschmelzen · ↗zusammenführen · ↗zusammensetzen  ●  verdongeln  ugs.
Assoziationen
Computer
Synonymgruppe
abgleichen · ↗kombinieren · vereinigen · ↗zusammenführen  ●  mergen  fachspr.
Oberbegriffe
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Atome Banner Bistum Dach Eigenschaften Eizelle Elemente Funktionen Ganzen Gegenkandidat Merkmale Ost Person Personalunion Proletarier Relativitätstheorie Sammelband Sammlungen Stimmen Stimmenanteil Stimmenzahl Strömungen Tugenden Vorzüge Wahlgang alle euch miteinander wiedervereinigt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vereinigen‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das alles vereinigt sich mit vielem anderen zur unverwechselbaren Atmosphäre der Stadt.
Süddeutsche Zeitung, 23.07.1998
Um diese Idee vereinigten sich die fortschrittlichen Völker der Welt.
Tägliche Rundschau, 17.05.1945
Insgesamt hat man also ein System, das klassische und nichtklassische Züge vereinigt.
Krelle, Wilhelm: Produktionstheorie, Tübingen: Mohr 1969 [1961], S. 52
Diese Träger können in verschiedener Gestalt auftreten, bald als einzelne Personen, bald zu mehreren oder vielen vereinigt.
Rieger, Wilhelm: Einführung in die Privatwirtschaftslehre, Erlangen: Palm & Enke 1964 [1928], S. 92
Sie vereinigt daher die zeitfolgegemäße Aufzeichnung und die kontenmäßige Verrechnung.
Penndorf, Balduin: Die Berufsausbildung und Weiterbildung des Kaufmanns, Stuttgart: Violet [1912], S. 147
Zitationshilfe
„vereinigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vereinigen>, abgerufen am 23.01.2018.

Weitere Informationen …