Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

verewigen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ver-ewi-gen
Grundformewig
Wortbildung  mit ›verewigen‹ als Erstglied: Verewigung  ·  mit ›verewigen‹ als Grundform: verewigt

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. ⟨sich, jmdn., etw. verewigen⟩ sich, jmdn., etw. unvergesslich, unsterblich machen
    1. [umgangssprachlich, scherzhaft] ⟨sich in einem Buch verewigen⟩ etw., besonders seinen Namen, in ein Buch schreiben
    2. Initialen oder Namen (und das Datum) in etw. einritzen
    3. [gehoben] ⟨verewigt⟩ verstorben
  2. 2. etw. (zu) lange andauern lassen
eWDG

Bedeutungen

1.
sich, jmdn., etw. verewigensich, jmdn., etw. unvergesslich, unsterblich machen
Beispiele:
mit seinem bildnerischen Schaffen, in seiner Dichtung hat er sich, seinen Namen verewigt
er hat die Gestalt dieses komischen Kauzes in einem Roman verewigt
umgangssprachlich, scherzhaft sich in einem Buch verewigenetw., besonders seinen Namen, in ein Buch schreiben
Beispiel:
er verewigte sich mit einem netten Gedicht im Gästebuch des Hauses
Initialen oder Namen (und das Datum) in etw. einritzen
Beispiele:
sie konnten es nicht unterlassen, sich an der Wand der Berghütte, des Aussichtsturmes, in der Rinde der alten Buche zu verewigen
hier hat sich wieder ein Hund verewigt (= seine Notdurft verrichtet)
gehoben verewigtverstorben
Grammatik: im Partizip II
Beispiele:
er gedachte seines verewigten Onkels, Freundes
der (früh) Verewigte bleibt allen unvergessen
2.
etw. (zu) lange andauern lassen
Beispiel:
einen Zustand verewigen wollen

Thesaurus

Synonymgruppe
bewahren · erhalten · verewigen · wahren  ●  eternisieren  geh., veraltet

Typische Verbindungen zu ›verewigen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verewigen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verewigen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit allem was er tat, mit den Filmen, dem Garten, den Büchern, wollte er sich verewigen. [Der Tagesspiegel, 30.05.2003]
Aus diesen Kriegsjahren hat Ramses zahlreiche Einzelkämpfe um Festungen an den Wänden seiner Tempelbauten verewigt. [Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. II,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1893], S. 25122]
Die Arbeiterklasse ist die einzige Klasse in der Geschichte, die sich nicht das Ziel setzt, ihre Macht zu verewigen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1961]]
Um dies aber zu beweisen, wollen wir eine Leistung auch hier verewigen. [Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 21767]
In dieser Zeit verewigte er sich mit sechs Titeln nicht nur als bislang erfolgreichster Coach der Blues. [Die Zeit, 03.06.2013 (online)]
Zitationshilfe
„verewigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verewigen>.

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