Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

verfitzen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ver-fit-zen
Grundformfitzen
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich etw. miteinander, ineinander zu einem Wirrwarr verwickeln
Beispiel:
sie hat die Fäden verfitzt
sich verfitzen
Beispiele:
ihre Haare haben sich verfitzt
ein verfitztes Knäuel Garn
verfitzte Fäden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fitze · Fitz · verfitzen
Fitze f. ‘Gebinde, Garnsträhne’, (omd.) Fitz m. ‘unentwirrbares Fadelbündel’, ahd. fizza f. (10. Jh.), mhd. vitze f., vi(t)z m. ‘Garnfaden, Fadenende’. Hierher vielleicht auch (in übertragenem Sinne) asächs. fittea, aengl. fitt ‘Vers, Abschnitt eines Gedichts’. Weiteres ungewiß. verfitzen Vb. (Fäden, Haare) ‘verwirren’ (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›verfitzen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihre Haare sind ineinander verfitzt, ihre Ellbogen im gleichen Winkel angezogen wie ihre mageren Kinderknie. [Ossowski, Leonie: Die große Flatter, Weinheim: Beltz & Gelberg 1986 [1977], S. 380]
So tief kann man sich bei der Suche nach der deutschen Waldpsyche im Unterholz verfitzen. [Süddeutsche Zeitung, 23.12.1998]
Das lustigtraurige, klug entworfene kleine Epos verfitzt sich in der Nachkriegs‑Doppelgeschichte Berlins. [Die Zeit, 11.10.1985, Nr. 42]
Zitationshilfe
„verfitzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verfitzen>.

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