vergeistigen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-geis-ti-gen
Wortbildung mit ›vergeistigen‹ als Erstglied: ↗Vergeistigung
eWDG, 1977

Bedeutung

etw. ins Geistige wenden
Beispiel:
ein Zug wie von Leiden hat ihre Schönheit gereift, vergeistigt [Hofmannsth.ProsaI 190]
sich vergeistigen
Beispiel:
Da vergeistigten sich die Blicke der drei Damen, und sie sahen einander so ähnlich wie Drillinge [Wasserm.Gänsemännchen60]
vergeistigtvon Geist erfüllt, durchgeistigt
Grammatik: oft im Part. Prät.
Beispiele:
sie schien ganz vergeistigt
ein blasses, vergeistigtes Gesicht
er war ein stiller, vergeistigter Mensch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Stoff

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vergeistigen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da findet man sich selber wieder, wenig verfeinert und mäßig vergeistigt.
Die Zeit, 05.07.1985, Nr. 28
Auch auf diesem Gebiete sucht er spekulativ zu vergeistigen und verinnerlichen.
Vorländer, Karl: Geschichte der Philosophie. In: Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 7276
Gleichzeitig vergeistigt La Tour seine Figuren; sie werden nahezu unbeweglich.
Die Welt, 13.12.2000
Er lehnt es ab, fiktiv satt zu werden oder auch nur Wünsche zu vergeistigen.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 102
Ihr Ziel war, sie zu vergeistigen und ihnen kosmische Bedeutung zu verleihen.
Richter, L.: Mystik. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 12806
Zitationshilfe
„vergeistigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vergeistigen>, abgerufen am 15.12.2019.

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