vergraben

Grammatik Verb · vergräbt, vergrub, hat vergraben
Aussprache 
Worttrennung ver-gra-ben
Wortzerlegung ver-graben
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
etw. in die Erde eingraben
a)
etw. (an verborgener Stelle) in ein ausgehobenes Loch legen und mit Erde bedecken
Beispiele:
Waffen, Wertsachen vergraben
einen vergrabenen Schatz finden
übertragen etw. verstecken
Beispiel:
halb vergraben unter dem Gerümpel lag ein wertvoller Zinnteller
b)
sich in der, die Erde vergrabenvon Tieren   sich in der Erde verbergen, sich in die Erde verkriechen
Beispiele:
Hamster, Maulwürfe, Regenwürmer vergraben sich in der Erde
das Tier hatte sich aus Angst vergraben
übertragen
Beispiel:
er hat sich in dieser abgelegenen Gegend vergraben
2.
etw. vergrabenvon Körperteilen
a)
etw. verbergen
Beispiele:
sie vergrub ihr Gesicht in beide Hände, zwischen den Händen
das Kind hatte seinen Kopf in den Schoß der Mutter vergraben
b)
etw. in etw. hineinstecken
Beispiel:
er hatte die Hände in den Hosentaschen, in beide Manteltaschen vergraben
3.
umgangssprachlich sich vergrabensich intensiv mit etw. befassen
Beispiele:
sich in seine Arbeit vergraben
er vergrub sich in seinen Büchern, hinter seinen Büchern, hatte sich in seine Bücher vergraben

Thesaurus

Synonymgruppe
einbuddeln · ↗eingraben · ↗verbuddeln · vergraben · ↗verscharren
Synonymgruppe
(die) Wohnung nicht verlassen · (sich) vergraben · ↗(sich) verkriechen · ↗abtauchen · keinen Fuß vor die Tür setzen · nicht (mehr) aus dem Haus gehen · zu Hause bleiben  ●  mit dem Arsch zu Hause bleiben  derb · schön zu Hause bleiben  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›vergraben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vergraben‹.

Verwendungsbeispiele für ›vergraben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Selbst im märkischen Sand vergraben wirken sie langfristig noch segensreich.
Süddeutsche Zeitung, 20.02.1995
Und während meine Mutter uns ablenkt, vergräbt er sie im Sand.
Die Zeit, 17.07.1987, Nr. 30
Er saß, vergraben unter viel Papier, er war sehr unglücklich.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 309
Neben der Leiter vergruben sie drei bis vier Spaten im Sand.
Langhoff, Wolfgang: Die Moorsoldaten, Stuttgart: Verl. Neuer Weg 1978 [1935], S. 222
Und mit einem jäh hervorbrechenden Schluchzen vergrub sie den Kopf in die Hände.
Braun, Lily: Lebenssucher. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 2861
Zitationshilfe
„vergraben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vergraben>, abgerufen am 27.09.2020.

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