Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

verhauchen

Grammatik Verb · verhaucht, verhauchte, hat/ist verhaucht
Worttrennung ver-hau-chen
Wortzerlegung ver- hauchen

Bedeutungsübersicht+

  1. [gehoben, verhüllend] ...
    1. etw. aushauchen
    2. [übertragen] ⟨etw. verhaucht⟩ etw. vergeht, stirbt
eWDG

Bedeutung

gehoben, verhüllend
etw. aushauchen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiel:
seinen Geist, die Seele, das Leben verhauchen (= sterben)
übertragen etw. verhauchtetw. vergeht, stirbt
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiel:
das Flämmchen verhauchte (ging aus)

Verwendungsbeispiele für ›verhauchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sanft läßt sie die Augen glühen und verhaucht jedes Wort. [Die Zeit, 04.09.1995, Nr. 36]
Er kann winseln wie ein Kind, greinen wie ein Greis, er kann Pianissimo verhauchen und Fortissimo brüllen. [Süddeutsche Zeitung, 24.09.1994]
Die Musiker trugen alles, was verhaucht, was wehmütig verhallt, sich schmerzlich verströmt, absolut homogen vor. [Süddeutsche Zeitung, 06.11.2002]
Sie steigen an den Säulen empor und verhauchen zu ihren Füßen. [Die Zeit, 25.02.1946, Nr. 08]
Im Duktus des „Nachfolgers“ Bär hingegen klingen sie eher verhaucht, gleichsam resignativ. [Die Zeit, 08.09.1989, Nr. 37]
Zitationshilfe
„verhauchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verhauchen>.

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