verherrlichen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-herr-li-chen (computergeneriert)
Grundformherrlich
Wortbildung mit ›verherrlichen‹ als Erstglied: ↗Verherrlichung  ·  mit ›verherrlichen‹ als Letztglied: ↗Selbstverherrlichung
eWDG, 1977

Bedeutung

jmdn., etw. überschwänglich rühmen, preisen
Beispiele:
der Dichter hat die menschlichen Tugenden, den großen Staatsmann in diesem Werk verherrlicht
den Frieden, die Freiheit verherrlichen
diese Stadt ist immer wieder von Künstlern verherrlicht worden

Thesaurus

Synonymgruppe
anbeten · ↗beweihräuchern · eine (ihm / ihr) nicht zukommende Bedeutung beimessen · eine (ihm / ihr) nicht zukommende Bedeutung verleihen · ↗emporstilisieren · ↗hochjubeln · ↗hochstilisieren · mit einem Glorienschein umgeben · mit einem Glorienschein versehen · ↗verbrämen · verherrlichen · ↗verklären · ↗überhöhen  ●  ↗idealisieren  Hauptform · ↗anhimmeln  ugs. · ↗glorifizieren  geh. · ↗huldigen  geh.
Assoziationen
  • (einer Sache) zu viel Gewicht beimessen · zu hoch bewerten · zu viel Wichtigkeit beimessen · ↗überbewerten · ↗überschätzen
  • (verborgene) Absichten unterstellen · ↗hineininterpretieren · ↗hineinlesen  ●  ↗hineingeheimnissen  geh.
  • (ein) Geheimnis machen (aus) · geheimnisvolle Kräfte zuschreiben · magische Kräfte zuschreiben · ↗mystifizieren · zu einem Mysterium emporstilisieren
  • (ein) Loblied anstimmen (auf) · (jemandem) ein großes Lob aussprechen · (jemandem) großes Lob spenden · (jemandem) hohes Lob zollen · (jemandes) Lob singen · (jemandes) Loblied singen · ↗(sehr) rühmen · (sich) in Lobeshymnen ergehen · in den Himmel heben · in den höchsten Tönen loben · in den höchsten Tönen reden (von) · ↗lobpreisen · sehr loben  ●  (sich) in Lobtiraden ergehen  abwertend · (einer Sache / jemandem) Weihrauch spenden  geh., fig. · (jemandem einen) Lorbeerkranz flechten  geh., fig. · (jemandem) Lorbeerkränze flechten  geh., fig. · (jemandem) ein dickes Lob geben  ugs. · (sich) in Lobestiraden ergehen  geh., abwertend · des Lobes voll (sein)  geh. · voll des Lobes (sein)  geh. · über den grünen Klee loben  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dichtung Diktatur Faschismus Freiheitskämpfer Gewalt Gewaltherrschaft Heldentod Krieger Kundgebung Militarismus Militärputsch Monarchie Märtyrer Märtyrertod NS-Regime Nationalsozialismus Schulbuch Selbstmordattentat Selbstmordattentäter Sexualität Waffen-SS Willkürherrschaft billigen rechtfertigen unkritisch verdammen verharmlosen verherrlichen verteufeln verunglimpfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verherrlichen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Film ist klug genug, das Altern nicht platt zu verherrlichen.
Der Tagesspiegel, 06.02.2004
So lässt er sich zumindest seit Jahrzehnten in der Öffentlichkeit verherrlichen.
Süddeutsche Zeitung, 15.03.2002
Seiner Heimat war er von Herzen ergeben, und oft hat er sie und ihre Verfassung in seinen Dramen verherrlicht.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 32868
In den überschwenglichsten Ausdrücken werden sie gelegentlich in Hymnen verherrlicht.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. I,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1884], S. 19421
Diesen Gott zu verherrlichen, ist die höchste Aufgabe der neuen Kunst.
Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 270
Zitationshilfe
„verherrlichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verherrlichen>, abgerufen am 24.05.2019.

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