verinnerlichen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-in-ner-li-chen
Grundforminnerlich
Wortbildung mit ›verinnerlichen‹ als Erstglied: ↗Verinnerlichung
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
etw. verinnerlicht jmdn.etw. bewirkt bei jmdm. eine (allzu) starke Hinwendung zur Reflexion
Beispiel:
die harten Schicksalsschläge haben ihn verinnerlicht
Grammatik: oft im Part. Prät.
Beispiel:
ein verinnerlichter Mensch
2.
Psychologie Forderungen und Erwartungen der sozialen Umwelt als für sich gültig annehmen

Thesaurus

Synonymgruppe
(für jemanden) selbstverständlich werden · (sich) zu eigen (machen) · (sich) zur Gewohnheit machen · selbstverständlich werden (für) · verinnerlichen · zur Selbstverständlichkeit werden  ●  (für jemanden) zur Gewohnheit werden  variabel · (für jemanden) zur zweiten Natur werden  variabel · (jemandem) zur Gewohnheit werden  variabel · (jemandem) zur zweiten Natur werden  variabel · in Fleisch und Blut übergehen (lassen)  fig. · ↗inkorporieren  geh. · ↗internalisieren  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
auswendig · exakt aus dem Gedächtnis abrufen können · verinnerlichen  ●  aus dem Kopf  ugs. · in- und auswendig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bescheidenheit Credo Denkweise Erkenntnis Frauenbild Grundregel Ideal Lehre Lehrsatz Lektion Maxime Mechanismus Mentalität Motto Norm Philosophie Prinzip Profi Reflex Siegermentalität Spieler Spielsystem Sprachregelung Spruch Taktik Tugend Unternehmenskultur Verhaltensweise Weisheit erlernen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verinnerlichen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber erst wenn man von den Worten emotional berührt wird, verinnerlicht man sie.
Süddeutsche Zeitung, 15.10.2001
Er scheint die Anzeige seiner Regierung peinlichst verinnerlicht zu haben.
Die Zeit, 12.05.1999, Nr. 20
Auch auf diesem Gebiete sucht er spekulativ zu vergeistigen und verinnerlichen.
Vorländer, Karl: Geschichte der Philosophie. In: Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 7276
Das Bedürfnis nach einem Vater, das ist, glaube ich, verinnerlicht in den Generationen, die hier geprägt sind.
Müller, Heiner: Das Jahrhundert der Konterrevolution. In: “Zur Lage der Nation“, Berlin: Rotbuch-Verl. 1990, S. 84
Außerdem hatten sie das in der Schule herrschende Konkurrenzprinzip schon verinnerlicht.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 68
Zitationshilfe
„verinnerlichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verinnerlichen>, abgerufen am 06.12.2019.

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