verköstigen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-kös-ti-gen
Wortbildung mit ›verköstigen‹ als Erstglied: ↗Verköstigung
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
beköstigen
2.
landschaftlich (hohe) Ausgaben auf sich nehmen; sich hohe Unkosten machen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kost · beköstigen · verköstigen · Kostgänger · Zukost
Kost f. ‘Essen, Ernährung, Verpflegung’. Das unter ↗kosten (s. d.) angeführte ahd. kosta, mhd. kost, koste ‘Wert, Preis, Geldmittel, Aufwand, Ausgaben’ (woraus nhd. Kosten Plur.) entwickelt bereits in mhd. Zeit die Bedeutung ‘(Aufwand für) Verpflegung, Speise, Lebensmittel’, die der singularische Gebrauch des Wortes bis heute bewahrt. beköstigen Vb. ‘mit Nahrung versehen’, mhd. bekostigen; auch verköstigen Vb. (16. Jh.). Kostgänger m. ‘wer mit jmdm. zur Kost geht, Tischgenosse’ (Anfang 16. Jh.), ‘wer regelmäßig zu jmdm. zum Essen geht, von ihm beköstigt wird’ (18. Jh.). Zukost f. ‘was zum Brot gegessen wird’ (17. Jh.), ‘Beilage zum Hauptgericht’ (um 1700).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) zu essen geben · (jemandem) Essen geben · ↗beköstigen · ↗bewirten · ↗ernähren · ↗füttern · ↗nähren · verköstigen · ↗verpflegen
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Junge füttern  ●  ↗atzen  fachspr., Jägersprache

Typische Verbindungen
computergeneriert

Besucher Gast Koch Küche Restaurant Spezialität Wein beherbergen unterhalten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verköstigen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Selbstverständlich sind die drei vorhandenen Köche durchaus in der Lage, hundert Gäste traditionell zu verköstigen.
Die Zeit, 20.11.1958, Nr. 47
Viele Touristen sind anspruchslos, wollen nur billig übernachten und sich verköstigen - das Angebot ist entsprechend.
Der Tagesspiegel, 12.10.2001
Sie sind schwer zu verköstigen und noch schwerer in einer Wohnung zu halten.
Flake, Otto: Scherzo. In: ders., Lichtenthaler Allee, Gütersloh: Mohn 1965 [1935], S. 286
Selbst einzelnstehende Frauen haben Einquartierung, die sie verköstigen müssen; wo es herkommt, wird nicht gefragt.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Er war fest entschlossen, weder in einem der Zelte zu schlafen, noch auch sich aus der Küche des Dreizeltplatzes zu verköstigen.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 302
Zitationshilfe
„verköstigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verköstigen>, abgerufen am 21.04.2019.

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